PowerPoint-Tipp 3: Du musst nicht immer gleich alles preisgeben.

Dies ist der dritte PowerPoint-Tipp 3 in einer Serie von kurzen Tipps rund um die Anwendung von PowerPoint. Heute geht es um die Referentensansicht von PowerPoint.

Während einer Präsentation habe ich früher auf meinem Laptop-Bildschirm immer genau das Gleiche gesehen wie auf der Leinwand. Deshalb war ich mir nicht immer sicher, welche Folie als nächstes kommt. Es fiel mir auch schwer auf eine andere Folie zu springen.

Heute mache ich das anders. Ich benutze die Referentenansicht. Mit der Referentenansicht siehst Du auf dem Laptop mehr als auf der Leinwand. Während auf der Leinwand nur Deine Folie angezeigt wird, siehst Du auf dem Laptop-Bildschirm zusätzliche Informationen. Beispielsweise siehst Du dann eine Vorschau der nächsten Folie, eine Übersicht der anstehenden Folien, damit Du auf eine beliebige Folie springen kannst und Deine Notizen zu der Folie, die gerade angezeigt wird.

Voraussetzung / Umsetzung

Damit das funktioniert, musst Du Deinen Laptop mit einem Projektor verbinden. PowerPoint wird erkennen, dass ein zweiter Bildschirm (der Beamer) angeschlossen ist. Dadurch stellt er Dir die Option die Referentenansicht zu aktivieren zur Verfügung. Jetzt brauchst Du nur noch das Häkchen bei Referentenansicht zu aktivieren.

Referentenansicht in PowerPoint

Mit diesem Tipp bist Du in der Lage, nicht immer alles gleich preisgeben zu müssen.

Video

Wenn Du lieber schaust und hörst statt zu lesen, schau Dir den kurzen Video «PowerPoint-Tipp 3: Du musst nicht immer gleich alles preisgeben.» zu diesem Thema an.

Ein Video, welches diesen Tipp und noch 2 weitere zum Besten gibt, findest Du hier: 3 technische Tricks für TOP-Präsentationen

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Ich wünsche Dir viel Erfolg für Deine nächsten Präsentationen.

P.S.: Falls Du Deine rhetorischen Fähigkeiten mit einem Profi trainieren möchtest, dann schreibe Dich für eines meiner Rhetorik-Trainings ein. Das nächste intensive Rhetorik-Training ist am 11./12. April 2019 (max. 8 Teilnehmende).

PowerPoint Tipp 2: Lesen haben sie in der Schule gelernt.

PowerPoint-Tipp 2: Lesen haben sie in der Schule gelernt.

Dies ist der zweite Blog-Beitrag (PowerPoint-Tipp 2) in einer Serie von kurzen Tipps rund um die Anwendung von PowerPoint.

Bestimmt hast Du es auch schon erlebt: Der Arbeitskollege steht vorne und liest eine Folie nach der anderen von der Leinwand ab. So, also ob es einen Vorleser brauchen würde. Das erinnert mich an eine Reise  nach Kuba: In der Zigarrenfabrik gab es einen professionellen Vorleser, der den Arbeiterinnen und Arbeitern aus einem Buch vorlas. Im letzteren Fall mag das zur Bildung des Volkes beitragen. Während einer Geschäftspräsentation führt Vorlesen aber lediglich zu schweren Augenlidern. Also vermeide, wie es ein Kollege von mir nennt, «betreutes Lesen». Stattdessen: Schreibe weniger auf die Folien (siehe PowerPoint-Tipp 1 hier) und mache mehr Blickkontakt.

Klingt einfach? In diesem Fall könntest Du Dich auf Video aufnehmen und danach prüfen, wie oft Du mit der Folie und wie oft mit der Leinwand oder Deinem Laptop gesprochen hast.

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PowerPoint-Tipp 1: Weniger ist mehr

Mit diesem Blog-Beitrag startet eine Serie von kurzen Tipps rund um die Anwendung von PowerPoint. An dieser Stelle PowerPoint-Tipp 1.PowerPoint-Tipp 1

“Weniger ist mehr.” Damit will ich sagen, dass Du als Redner überflüssig bist, wenn alles bereits auf den Folien steht. Die Folien sollen Dich unterstützen, nicht ersetzen.

Im Video «PowerPoint-Tipp 1: Weniger ist mehr» erfährst Du die folgenden 5 Tipps, damit Deine Präsentationen in der Zukunft besser werden.

  1. Zeit pro Folie
  2. Zahl der Botschaften pro Folie
  3. 7 Worte-Empfehlung
  4. Bilder statt Worte
  5. Animationen in 2 Situationen

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HiermitPowerPoint-Tipp 1 wünsche ich Dir viel Erfolg für Deine nächsten Präsentationen.

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Experte gibt Tipps für gutes Auftreten vor Publikum

Gutes Auftreten vor Publikum

Berufung: gesucht – gefunden

Im diesem Beitrag / Podcast verrät der Experte Thomas Skipwith, wie er zu seiner Berufung gefunden hat und gibt Tipps für gutes Auftreten vor Publikum.

Stell Dir vor: Du stehst vor einer wichtigen Präsentation und hast keine Ahnung, wie Du Dein Publikum fesseln sollst. Du bist zwar inhaltlich ausgezeichnet vorbereitet, doch das ist bei Weitem nicht genügend. Was machst Du dann? Du holst Dir einige Tipps, um Deine Rede in der Öffentlichkeit souverän zu meistern. Von wem? Von den Besten natürlich.

Zu den Besten gehört auch der Schweizer Rhetorikmeister Thomas Skipwith. Im Gespräch mit Christoph Stelzhammer verrät der Experte für professionelle Präsentationen vor Publikum, wie er zu seiner Berufung gefunden hat. Thomas Skipwith ist Speaker, Trainer, Coach und Autor und unterstützt seine Kunden dabei, spannende Präsentationen zu halten. Damit das Publikum nicht nur wachgerüttelt, sondern regelrecht gefesselt wird.

Thomas Skipwith blickt auf eine langjährige Erfahrung zurück. Nach seiner Tätigkeit als Unternehmensberater gründete er 2002 das Institut DESCUBRIS in der Nähe von Zürich. Seine Erfahrung hat der vierfache europäische Rhetorikmeister in mehreren Büchern festgehalten. Im Gespräch mit Christoph Stelzhammer erzählt Thomas Skipwith, was ihn an seinem Job begeistert. Außerdem erfährst Du aus dem Gespräch, wie Du dem Studentensyndrom entgehen kannst. Was ist dieses Studentensyndrom? „Der Student wartet bis am Vorabend seiner Prüfung, bis er sich vorbereitet, und dann legt er eine Nachtschicht ein“, erklärt der Experte. „Diese Art des Lernens, wenn der Prüfungstermin naht, ist schlecht“, weiß Thomas Skipwith. Das tun viele auch im Falle von Präsentationen oder Vorstellungsgesprächen. „Trage die Zeit, während der du üben willst, in deine Agenda ein. Dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass Du tatsächlich auch übst, deutlich größer“, sagt er.

„Du darfst nicht langweilen“, oder aber auch: „MAAAA: Mach es attraktiver als alle anderen“. Das sei, so Thomas Skipwith, das oberste Gebot einer gelungenen Präsentation. Auch Unterrichtende laufen oft Gefahr, beim Vortragen langweilig zu werden, stellt er fest. Dasselbe gelte auch für Vorstellungsgespräche. Ein weiterer Tipp sei, sich mit dem Zeitmanagement auseinanderzusetzen. „Die gefühlte Zeit ist meist länger als die echte Zeit“, sagt Thomas Skipwith. Kleine Redepausen sollten in die Präsentation eingebaut werden, rät er. Als dritten Tipp für gutes Auftreten vor Publikum gibt der Rhetorikexperte die Interaktion mit dem Publikum an. „Wenn es ein Monolog wird, dann ist das eine Katastrophe“, erklärt er.

Thomas Skipwith organisiert Trainings und Seminare für besseres Präsentieren. Im Rahmen von Kursen und der Ausbildung zum Professional Speaker GSA (SHB) lernte er selbst die Kunst des Präsentierens und gibt diese seit 17 Jahren auch an interessierte Personen weiter. Thomas Skipwith spricht Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch sowie ein bisschen Mandarin.  Das gesamte Gespräch mit Christoph Stelzhammer kannst Du Dir hier im Podcast TopJobs im Wandel anhören.

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P.S.: Falls Du Deinen rhetorischen Fähigkeiten mit einem Profi trainieren möchtest, dann schreibe Dich für eines der Rhetorik-Trainings von Thomas Skipwith ein. Das nächste intensive Rhetorik-Training ist am 11/12.04.2019 (max. 8 Teilnehmende).

Einen Toast ausbringen: Wie Du dabei nie in Verlegenheit kommst.

Einen Toast ausbringenEinen Toast ausbringen bedeutet nichts anderes als eine kleine Rede halten und mit den anderen Gästen anstossen. Manche sprechen statt von einem Toast von einer Tischrede oder davon das Glas zu erheben. Zu Weihnachten und Neujahr gibt es diesbezüglich besonders viele gute Gelegenheiten dies zu tun.

Schon die Römer sollen Toasts ausgebracht haben. Angeblich haben sie mit einem Stück geröstetem Brot den Rest des Weines aus dem Weinglas aufgetunkt. Und damit den Kollegen zugeprostet.

Besonders beliebt sollen Toasts im England des 19. Jahrhunderts gewesen sein. Doch selbst heute, insbesondere im englischsprachigen Raum, ist es nicht ungewöhnlich, dass jemand einen Toast ausgibt.

Weshalb sollte jemand einen Toast ausbringen wollen?

Mit einer kurzen Tischrede kann jeder zu einer positiven Stimmung beitragen.

Meistens erzählt der Redner eine kleine Geschichte. Er teilt eine kleine Anekdote. Oft handelt sie davon, wie der Redner denjenigen kennen gelernt hat, der Thema des Toasts ist. Oft ist es eine Anekdote über etwas gemeinsam Erlebtes. Es darf auch gerne etwas Humorvolles sein.

Wenn es ein Toast über eine bestimmte Person ist, soll der Redner nicht über sich selbst, sondern über den Gast reden.

Wie lange soll ein Toast dauern?

Die Tischrede ist kürzer als eine formale Rede. Sie sollte kurz sein. Ein bis 2 Minuten sind lang genug um etwas Sinnvolles zu sagen und doch nicht zu lange um das Publikum zu langweilen. Je nach Situation kann sich die Dauer natürlich ändern. Auf einer Hochzeit wird ein Toast vermutlich länger sein als auf der Unternehmensfeier, bei der jeder nur darauf wartet endlich sein Bier oder sein Glas Wein trinken zu dürfen.

Wie soll ein Toast strukturiert sein?

Zieh als Erstes die Aufmerksamkeit auf Dich. Das tust Du, sobald Du aufstehst. Dann schau in die Runde. Sollte dein Publikum nicht von allein merken, dass du etwas sagen willst, kannst du ans Glas klopfen. Warte bis alle bereit sind zuzuhören.

Wenn nötig, erwähne wer du bist. Denn in manchen Gesellschaften werden dich nicht alle kennen. In diesem Fall ist es interessant für die Zuhörer zu erfahren, wer spricht.

Kündige den Toast wie folgt an: «Ich möchte auf Markus einen Toast ausbringen.» oder «Ich möchte auf das [Ereignis] einen Toast ausbringen.»

Dann rufe ihn Erinnerung, weshalb die Veranstaltung stattfindet.

Im Hauptteil eignet es sich

  • seinen Wünschen,
  • seiner Hoffnung für Gesundheit, Zufriedenheit oder Geld, Ausdruck zu verleihen oder manchmal
  • einen Ratschlag zu erteilen.

Besonders attraktiv ist es, wenn du den Wunsch, die Hoffnung oder den Ratschlag in eine Geschichte verpackst.

Zum Schluss geht es darum mit den Anwesenden anzustossen. Hier stösst du auf den gemeinsamen Erfolg, auf die gemeinsame Zukunft oder einfach auf die Anwesen oder den Ehrengast an.

Das Wörtchen «auf» ist hier besonders nützlich. Sag „Auf …» und dann den Namen der Person oder des Anlasses auf die oder den getrunken werden soll. «Auf Hans!», «Auf die neue Brücke!», «Auf die Zukunft!»

Passe Dich mit der Form des Toasts dem Anlass an. Sprich bei einem formalen Anlass eher formal, bei einem informellen Anlass eher informell. Ein informeller Anlass ist beispielsweise ein Treffen unter Freunden.

Welche Gelegenheiten gibt es um einen Toast aus zu bringen?

Es gibt ganz viele Gelegenheiten, um einen Toast auszubringen. Zum Beispiel eine Geburtstagsparty, ein Jubiläum, eine Verlobung, eine Hochzeit, eine Einladung zum Abendessen, die Abifeier, die Maturafeier, die Pensionierung, eine Verabschiedung Party, die Beförderung, Weihnachten, Neujahr.

Steh nicht mit leerem Glas da!

Denk daran, dass für einen guten Toast du zum Schluss ein Glas in der Hand brauchst. Sorge dafür, dass das Glas gefüllt ist. Damit die Anwesenden auch anstossen können, sollte deren Glas ebenfalls gefüllt sein. Sorge selbst dafür, dass dem so ist oder sprich dich mit der Bedienung des Restaurants ab.

Was soll ich tun, damit ein Toast auch gut aussieht?

Wie immer gilt auch hier: Übung macht den Meister. Probe den Toast also schon im Voraus. So kannst Du ihn auswendig ausbringen. Erst so kannst Du Deine Wertschätzung für den Ehrengast, die Gäste oder den Anlass auch wirklich glaubhaft zum Besten geben. Vorheriges proben wird dir auch ermöglichen guten Blick Kontakt zu machen.

Du kannst dich entweder am Glas festhalten oder, meines Erachtens besser, das Glas erst zum Schluss in die Hand nehmen.

Einen Aspekt will ich dir unbedingt mitgeben: es ist eine Ehre, wenn du einen Toast ausbringen darfst. Denn es ist die Gelegenheit die Zuhörer zu inspirieren. Es ist auch eine gute Gelegenheit dem Anlass eine spezielle Note zu verleihen. Mit dieser positiven Einstellung wirst Du automatisch besser reden.

Der Grundton soll immer positiv sein. Es geht bei einem Toast immer darum zu loben und oder jemandem zu gratulieren. Es soll niemanden peinlich sein oder werden.

Schau immer wieder die zu ehrende Person oder das Publikum an. Sprich: mach Blickkontakt.

Ein Beispiel für einen Toast

[Aufstehen, in die Runde schauen, wenn nötig ans Glass klopfen]

“Ich möchte auf Weihnachten einen Toast ausbringen.

Als Vater von vier Kindern sehe ich Weihnachten anders als früher. Ich erinnere mich noch gut an Weihnachten bei Mima [meiner Grossmutter] in Luzern. Wir feierten immer einen Tag bei ihr zusammen mit unseren Onkeln, Tanten und Cousins. Wir Kinder wurden gebeten das Wohnzimmer zu verlassen, denn das Christkind würde kommen und die Geschenke unter den Baum legen. Wir waren natürlich gespannt und neugierig was es an Geschenken geben würde. Als es dann soweit war, klingelte meine Grossmutter mit einem kleinen Glöcklein. Wir durften ins Wohnzimmer. Der Baum war wunderschön geschmückt, mit echten Kerzen, mit Lametta und Schoko-Tannenzapfen.

Weshalb erzähle ich diese Geschichte? Mir war damals nicht klar was für ein Privileg es ist gemeinsam Weihnachten in der Familie zu feiern. Es ging mir primär um die Geschenke. Heute, viele Jahre später, empfinde ich Weihnachten als eine wunderbare Gelegenheit, um mit der Familie zusammen zu kommen. Und Zeit zusammen zu verbringen mit seinen Liebsten und Nächsten. Ich habe verstanden, weshalb Weihnachten das Fest der Liebe genannt wird. Es geht um weit mehr als physische Geschenke.

Lasst uns anstossen auf die Familie, auf die Liebe, auf Weihnachten und darauf, dass wir hoffentlich jedes Jahr gemeinsam Weihnachten feiern können.”

Jetzt bist Du dran.

Nutze die Adventszeit, Weihnachten oder Neujahr und bringe einen Toast aus. Ich bin mir sicher, das wird dem Anlass eine positive Note verleihen. Ich wünsche Dir viel Erfolg.

Auf Deine zukünftigen Toasts!

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Die Pause ist ein wichtiges rhetorisches Mittel.

Die Pause: Eines der stärksten Geheimnisse der Rhetorik

Nicht optimal: der ICE

Die meisten unter uns haben es auch schon erlebt: Derjenige, der präsentiert, spricht so schnell, dass ihm keiner folgen kann. Ich nenne ihn den ICE. Er fährt so schnell von A nach B, dass er sich keine Zeit nimmt um irgendwo anzuhalten. Selbst an den wenigen Stationen, an denen er hält, fährt er gleich weiter. Nach einer halben Stunde mit Höchstgeschwindigkeit bin ich völlig erschöpft. Und der Rest des Publikums ebenso. Woher mag das kommen?

Vermutlich kommt es daher, dass sich der Redner zu wenig gut vorbereitet hat. Er merkt nach dreiviertel der Zeit, dass er erst die zweite von 10 Folien gezeigt hat. Da denkt er sich: „Oh, ich will den Rest ja auch noch erzählen und zeigen, also gebe ich einfach mehr Gas.“ Und damit spricht er fortan doppelt so schnell wie vorher und hängt alle ab. Nicht gut.

Die Pause

Die Pause ist ein wichtiges rhetorisches Mittel.Eines der stärksten Geheimnisse der Rhetorik ist die Pause. Sie wird völlig unterschätzt. Zu Unrecht. Denn die Pause erlaubt es dem Publikum erst darüber nachzudenken, was der Speaker eben grade gesagt hat. Sie eignet sich besonders gut in dem Moment, in dem er etwas Wichtiges gesagt hat. In meinen Rhetorik-Trainings zeige ich das sehr eindrucksvoll anhand des Beispiels von Martin Luther King und seine Rede „I have a dream“. Insbesondere zu Beginn benutzt er viele Pausen.

Insbesondere wenn du zu denjenigen gehörst, die sehr schnell sprechen, eignet sich die Pause besonders gut.

Keine Angst vor der Pause

Manche fürchten sich vor der Pause. Deshalb machen sie entweder gar keine oder sie füllen sie mit einem Füller – meistens einem Äh.

Zitat Skipwith Pause

Es gibt Rhetorik-Autoren, die sagen, eine Pause darf bis zu sieben Sekunden lang sein. Für den Redner mag das wie eine Ewigkeit erscheinen – dem Publikum aber fällt das nicht auf. Lassen wir es die Hälfte von sieben Sekunden sein. Dann ist es in keinem Fall ein Problem. Im Gegenteil.

 

Dem Publikum gibt sie die Gelegenheit mitzudenken.

Die Übung

Wenn du deine nächste Präsentation probst, kannst du wunderbar üben Pausen zu machen. Zähl nach jedem Absatz auf 3, am besten mit deinen Fingern. Dadurch bist du sicher, dass du auch eine genügend lange Pause machst. In der Live-Präsentation wirst du dann vermutlich wenigstens eine Sekunde Pause machen.

 

Wenn Du Dich an diesen Tipp hältst, wirst Du mehr aus Deinen Präsentationen herausholen. Ich wünsche Dir dabei viel Erfolg.

 

P.S.: Falls Du (mal wieder) Feedback von einem Profi haben möchtest, dann schreibe Dich für eines meiner Rhetorik-Trainings ein. Das nächste intensive Rhetorik-Training ist am 6. und 7. Dezember in Zürich (Garantierte Durchführung, nur noch wenige Plätze).

Feedback einholen

Feedback einholen: Methoden

Feedback einholenIm Blogbeitrag Üben und proben für die perfekte Präsentation habe ich über den Unterschied von Üben und Proben geschrieben. Beide helfen eine perfekte Präsentation zu halten. Darüber hinaus ist natürlich Feedback sehr wertvoll. In diesem Blogbeitrag erfährst Du mehr als fünf Ideen, wie Du besseres Feedback einholen kannst.

Selbstfeedback

Erst mal kannst Du Dir selber Feedback geben. Während Du Deine Präsentation hältst, wirst Du mit ziemlicher Sicherheit bereits Worte, Sätze oder ganze Passagen entdecken, die Du beibehalten und andere, die Du ändern willst. Du kannst ausserdem erkennen wie gut Du das Zeitmanagement im Griff hast. Ausserdem werden Dir möglicherweise logistische Herausforderungen auffallen.

Videofeedback

Verstärken kannst Du das Selbstfeedback, indem Du Dich selber auf Video aufnimmst. Nutze Dein Smartphone dafür. Das einzige was Du brauchst, ist ein Stativ.

Dich selbst auf Video anzuschauen behagt Dir nicht?

Zitat Feedback Smartphone Skipwith

«Schrecke nicht vor Videoaufnahmen zurück. Denn was Du dort hörst und siehst, mutest Du ja auch Deinem Publikum zu.» Thomas Skipwith

Eigenbild – Fremdbild

Nachdem Du Dein Eigenbild geprüft hast, empfiehlt es sich zu erfahren, wie es mit dem Fremdbild aussieht. Sehen andere die gleichen Stärken, die gleichen Verbesserungspotentiale? Sehen Sie etwas anderes?

Frage doch einen Kollegen aus der eigenen und aus einer anderen Abteilung, was sie von Deiner Präsentation halten. Selbstverständlich kannst Du einen professionellen Rhetorik-Coach befragen. Bei Präsentationen, die besonders wichtig sind, ist das sicherlich sinnvoll. Doch in vielen Fällen wirst Du bereits mit dem Feedback eines Kollegen wertvolle Rückmeldungen erhalten.

Feedback einholen: vorher und nachher

Bisher habe ich davon gesprochen wie Du Dich bereits vor Deinem Auftritt verbessern kannst. Selbstverständlich kannst Du diese Ideen auch nachher brauchen.

  1. Überlege Dir nach der Präsentation was Du wieder und was Du anders machen würdest.
  2. Besprich die Präsentation mit einem Kollegen. Was hat ihm gefallen, was nicht?
  3. Schau Dir die Videoaufnahme an, die Du mit dem Smartphone gemacht hast.

Feedback: Schriftlich ist empfehlenswert.

Feedback einholen schriftlich

Feedback erhalten von anderen ist so eine Sache. In vielen Fällen erhältst Du entweder gar kein Feedback (sondern nur ein leichtes Klopfen auf die Schulter), nur positives oder nur negatives Feedback. Dies ist insbesondere der Fall, wenn der Feedback-Prozess mündlich abläuft. Nach der Präsentation sind nämlich viele bereits verplant und eilen an die nächste Sitzung. In diesen Fällen reicht es gerade mal für ein kurzes Danke. Dann sind sie weg.

Hier greifen zwei Ideen:

  1. Du verabredest Dich bereits vor Deiner Präsentation mit jemandem, der sich danach noch ein bisschen Zeit für dich nimmt.
  2. Du drückst vor der Präsentation einem oder zwei deiner Zuhörer ein Blatt in die Hand auf dem steht: Bitte schreibe mir 2 Punkte auf, die dir gefallen haben und 2 Punkte, die ich hätte besser oder anders machen können.

Im letzteren Fall wirst du sowohl positives wie auch negatives Feedback erhalten. Das wird Deine Lernkurve dramatisch steigern.

Wenn Du Dich an diese Tipps hältst, wirst Du mehr aus Deinen Präsentationen herausholen. Ich wünsche Dir viel Erfolg.

 

P.S.: Falls Du (mal wieder) Feedback von einem Profi haben möchtest, dann schreibe Dich für eines meiner Rhetorik-Trainings ein. Das nächste intensive Rhetorik-Training ist am 6. und 7. Dezember in Zürich (Garantierte Durchführung).

Thomas Skipwith Gewinnt Die Speaker Games in Berlin

Speaker Games: Thomas Skipwith gewinnt in Berlin

Thomas Skipwith Gewinnt Die Speaker Games in BerlinBerlin, 7. Sept. 2018: An den 3. Speaker Games der German Speakers Association GSA hat der Schweizer Thomas Skipwith den ersten Platz gewonnen. In 7 Ausscheidungs-Runden hat sich der Präsentations-Coach aus Oberwil-Lieli gegen 8 andere professionelle Speaker durchgesetzt. Der glückliche Sieger meinte: “Jede Runde war gespickt mit neuen, zusätzlichen rhetorischen Herausforderungen. Besonders wurde meine Spontaneität und Fähigkeit zur Stegreifrede gefordert. Ich freue mich riesig!”
Thomas Skipwith hatte sich schon bei den 1. Speaker Games in Ulm vor zwei Jahren für die Teilnahme qualifiziert. Nach der 1. Runde musste er allerdings aufgeben: Er erhielt einen Anruf von seiner Frau, dass er nach Hause müsse. Sie war kurz vor der Niederkunft.

Lutz Langhoff aus Hamburg und sein Partner Gaston (alias Jacqueline) haben die Teilnehmenden mit sicherer Hand durch den Wettbewerb der GSA geführt.

Die GSA ist der internationale Verband der professionellen Redner in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er zählt über 750 Mitglieder. www.german-speakers.org.

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Wutrede von Christian Lindner

Überzeugend präsentieren und das Publikum mitreissen: Das kann nicht jeder. Insbesondere Führungskräfte sollten die Kommunikationsfähigkeiten besitzen, die das Publikum fesseln und vor allem von den eigenen Worten überzeugen. Der deutsche FDP-Parteivorsitzende Christian Lindner beweist in der folgenden Aufnahme, wie man sich rhetorische Elemente zu Nutzen machen kann.

Sichtbar irritiert über den Zwischenruf eines Kollegen von der SPD, reagiert Lindner energisch. Er nimmt die Worte des Zwischenrufers noch einmal auf, spricht diesen, aber auch dessen Parteikollegin, die Ministerpräsidentin, direkt an, wiederholt viele Aussagen, lässt nichts ungehört, schaltet Pausen ein, damit die Zuhörer das Gesagte verdauen können. Besonders überzeugend wirken seine Argumente, wenn er sie durch Gesten ergänzt. Ab Minute 1:40 beispielsweise hebt er unaufhörlich den rechten Arm und gibt mit seinem Arm den Takt an. Eine faszinierende Verstärkung seiner Aussage.

„Da haben Sie einen.“ und „Ich sag´ Ihnen noch eins“: Sätze, die er gleich dreimal wiederholt, um zum Schluss noch einmal zu punkten. Definitiv Wortmeldungen, von denen man lernen.

Auch Du kannst die beschriebenen Techniken einsetzen. Weshalb nicht mal an Deiner nächsten Präsentation?

  1. Sprich energisch.
  2. Wiederhole Sätze, die im Applaus oder Lärm unterzugehen drohen oder die dir besonders wichtig sind. Das kann auch zu Beginn einer Präsentation eine nützliche Technik sein, wenn einige Teilnehmer im Publikum noch miteinander sprechen.
  3. Beziehe Dich auf Inhalte, die vorher schon mal erwähnt wurden.
  4. Gib bei wichtigen Aussagen mit dem Arm den Takt an.

Hier geht es zum Video von Christian Lindner. Das Video dauert nur 2:45 Minuten. Schau es Dir an. Es lohnt sich.

«Wie erkläre ich’s meinem Kind?»

Datensicherheit erklärt am Beispiel eines Einkaufs in einer Bäckerei«Wie erkläre ich’s meinem Kind?» Vor dieser Herausforderung stehe ich nicht nur bei meinen eigenen Kindern, sondern oft auch bei Erwachsenen. Wenn es Dir auch manchmal so geht, dann empfehle ich Dir das folgende kurze Video. Es macht auf das Thema Datensicherheit aufmerksam. Wahrscheinlich ein Thema, das viele für super langweilig halten. Von der Stiftung Warentest wurde es aber meines Erachtens so gut aufbereitet, dass es die Botschaft ganz fantastisch darstellt.

Im Video sehen wir eine Alltagssituation in der Bäckerei. Kunden kaufen Backwaren. Die Verkäuferin stellt aussergewöhnliche Fragen. Die Kunden sind irritiert – meines Erachtens zu Recht. Dank dem Wechsel des Rahmens (Re-Framing) werden uns die Augen geöffnet: Bei einer App (und online) geben wir unsere Daten ganz selbstverständlich heraus, was wir in der realen Welt niemals tun würden.

Das Video ist meines Erachtens aus vielen Gründen gut. Insbesondere aber deswegen:

  1. Titel: «Wenn die Verkäuferin eine App wäre. (Versteckte Kamera)»
  2. Erst wird neugierig gemacht, dann folgt die Auflösung.
  3. Es wird an eine uns bekannte Situation angeknüpft: der Einkauf in der Bäckerei.

Zum ersten Punkt: Der Titel macht neugierig. Die hypothetische Vorstellung, dass eine Verkäuferin eine App sein könnte, macht schon neugierig. Das wird noch getoppt mit den beiden Worten in der Klammer: «versteckte Kamera». Wer schon einmal eine Sendung mit versteckter Kamera gesehen hat, wird damit endgültig in den Bann gezogen.

Zum zweiten Grund: Erst bei Sekunde 57 und bei 1 Minute 23 kommen die springenden Punkte: Die Kernfrage «Wären Sie damit in der realen Welt einverstanden?» und die Kernaussage «Facebook etc.  … haben Zugang zu Ihren Kontakten, Ihrem Kalender, SMS, Fotos und GPS.» Diese Offenbarung erfolgt erst fast zum Schluss. Mit gutem Grund. Kämen die Kernfrage und die Kernaussage gleich zu Beginn, wäre das Video ungemein langweiliger. Genauso sollte ein guter Einstieg in eine Präsentation sein.

Der dritte Punkt zeigt, dass je vertrauter uns eine Situation ist, desto besser funktioniert die Analogie. Denn von einer vertrauten Situation auf eine andere zu schliessen, fällt uns meist leicht. In diesem Fall macht die Analogie des Einkaufs in der realen Welt sonnenklar, wie anders oder besser gesagt absurd wir uns in der virtuellen Welt verhalten. Auf einmal scheint uns Datensicherheit überhaupt nicht wichtig.

Auch Du kannst die beschriebenen Techniken einsetzen. Weshalb nicht mal bei Deiner nächsten Präsentation? Dann verstehen es auch Deine Kinder.

Hier geht es zum Video von Stiftung Warentest. Das Video dauert nur 2 Minuten. Schaue es Dir an. Es lohnt sich.