Feedback einholen

Feedback einholen: Methoden

Feedback einholenIm Blogbeitrag Üben und proben für die perfekte Präsentation habe ich über den Unterschied von Üben und Proben geschrieben. Beide helfen eine perfekte Präsentation zu halten. Darüber hinaus ist natürlich Feedback sehr wertvoll. In diesem Blogbeitrag erfährst Du mehr als fünf Ideen, wie Du besseres Feedback einholen kannst.

Selbstfeedback

Erst mal kannst Du Dir selber Feedback geben. Während Du Deine Präsentation hältst, wirst Du mit ziemlicher Sicherheit bereits Worte, Sätze oder ganze Passagen entdecken, die Du beibehalten und andere, die Du ändern willst. Du kannst ausserdem erkennen wie gut Du das Zeitmanagement im Griff hast. Ausserdem werden Dir möglicherweise logistische Herausforderungen auffallen.

Videofeedback

Verstärken kannst Du das Selbstfeedback, indem Du Dich selber auf Video aufnimmst. Nutze Dein Smartphone dafür. Das einzige was Du brauchst, ist ein Stativ.

Dich selbst auf Video anzuschauen behagt Dir nicht?

Zitat Feedback Smartphone Skipwith

«Schrecke nicht vor Videoaufnahmen zurück. Denn was Du dort hörst und siehst, mutest Du ja auch Deinem Publikum zu.» Thomas Skipwith

Eigenbild – Fremdbild

Nachdem Du Dein Eigenbild geprüft hast, empfiehlt es sich zu erfahren, wie es mit dem Fremdbild aussieht. Sehen andere die gleichen Stärken, die gleichen Verbesserungspotentiale? Sehen Sie etwas anderes?

Frage doch einen Kollegen aus der eigenen und aus einer anderen Abteilung, was sie von Deiner Präsentation halten. Selbstverständlich kannst Du einen professionellen Rhetorik-Coach befragen. Bei Präsentationen, die besonders wichtig sind, ist das sicherlich sinnvoll. Doch in vielen Fällen wirst Du bereits mit dem Feedback eines Kollegen wertvolle Rückmeldungen erhalten.

Feedback einholen: vorher und nachher

Bisher habe ich davon gesprochen wie Du Dich bereits vor Deinem Auftritt verbessern kannst. Selbstverständlich kannst Du diese Ideen auch nachher brauchen.

  1. Überlege Dir nach der Präsentation was Du wieder und was Du anders machen würdest.
  2. Besprich die Präsentation mit einem Kollegen. Was hat ihm gefallen, was nicht?
  3. Schau Dir die Videoaufnahme an, die Du mit dem Smartphone gemacht hast.

Feedback: Schriftlich ist empfehlenswert.

Feedback einholen schriftlich

Feedback erhalten von anderen ist so eine Sache. In vielen Fällen erhältst Du entweder gar kein Feedback (sondern nur ein leichtes Klopfen auf die Schulter), nur positives oder nur negatives Feedback. Dies ist insbesondere der Fall, wenn der Feedback-Prozess mündlich abläuft. Nach der Präsentation sind nämlich viele bereits verplant und eilen an die nächste Sitzung. In diesen Fällen reicht es gerade mal für ein kurzes Danke. Dann sind sie weg.

Hier greifen zwei Ideen:

  1. Du verabredest Dich bereits vor Deiner Präsentation mit jemandem, der sich danach noch ein bisschen Zeit für dich nimmt.
  2. Du drückst vor der Präsentation einem oder zwei deiner Zuhörer ein Blatt in die Hand auf dem steht: Bitte schreibe mir 2 Punkte auf, die dir gefallen haben und 2 Punkte, die ich hätte besser oder anders machen können.

Im letzteren Fall wirst du sowohl positives wie auch negatives Feedback erhalten. Das wird Deine Lernkurve dramatisch steigern.

Wenn Du Dich an diese Tipps hältst, wirst Du mehr aus Deinen Präsentationen herausholen. Ich wünsche Dir viel Erfolg.

 

P.S.: Falls Du (mal wieder) Feedback von einem Profi haben möchtest, dann schreibe Dich für eines meiner Rhetorik-Trainings ein. Das nächste intensive Rhetorik-Training ist am 6. und 7. Dezember in Zürich (Garantierte Durchführung).

Üben und proben für die perfekte Präsentation

Viele wollen eine perfekte Präsentation hinlegen, aber den notwendigen Aufwand dafür nicht betreiben. Gehörst Du dazu? Wenn nicht, dann wird Dich dieser Beitrag «Üben und proben für die perfekte Präsentation» ziemlich sicher weiterbringen.Üben und proben für die perfekte Präsentation

Unterschied zwischen üben und proben

Präsentations-Coach Chris Davidson von Active Presence unterscheidet zwischen üben und proben. Diese Unterscheidung halte ich aus didaktischen Gründen für sinnvoll. Denn bisher habe ich die beiden Worte als Synonyme benutzt.

Was ist üben?

Üben heisst im hier gemeinten Sinn einzelne Teile der Präsentation laut zu sprechen. So lohnt es sich beispielsweise besonders den Anfang und Schluss zu üben. Das kann auch bedeuten, dass Du Deine Hauptbotschaft oder Deinen ersten Satz 20-mal sagst.

Mein Klavierlehrer hat mir immer empfohlen: Übe lieber jeden Tag 20 Minuten als an einem Tag 3 Stunden. Das ist auch ein guter Tipp für Präsentationen. Übe über mehrere Tage verteilt, als nur an einem Tag die ganze Präsentation.

Was ist proben?

Proben bedeutet, dass Du die gesamte Präsentation hältst mit allem Drum und Dran ausser dem Publikum. Wenn Du stolperst, tue so als wäre es der Ernstfall und finde spontan eine Lösung. Genau so könnte es ja im Ernstfall auch passieren.

Vielleicht denkst Du nun: «Wie bitte, ich soll die ganze Präsentation von 45 Minuten vorher schon proben?! Soviel Zeit habe ich nicht.» Diese Denkweise ist natürlich berechtigt im Hinblick auf eine dichtgedrängte Agenda. Aber Du solltest auch bedenken, dass je wichtiger die Präsentation ist, umso mehr wird es sich lohnen, die Präsentation sogar mehrmals zu proben. Erinnere Dich auch an diese Empfehlung, wenn Du planst eine Gruppenpräsentation zu halten. Gruppenpräsentationen brauchen zusätzliche Zeit für die Probe.

Und hier mein Geheimtipp:

«Wenn es möglich ist, probe dort, wo die Präsentation stattfinden wird.»
Thomas Skipwith

Feedback

Selbstverständlich wird Deine Präsentation noch besser, wenn Du Dir Feedback einholst. Mehr zum Thema Feedback werde ich in einem der nächsten Beiträge teilen.

Auch wer nur übt oder nur probt, wird sicher eine bessere Präsentation halten, als jemand, der weder noch tut. Wer aber die perfekte Präsentation halten will, sollte sowohl üben, proben als auch Feedback einholen.

Wenn Du Dich an diese Tipps hältst, wirst Du mehr aus Deinen Präsentationen herausholen. Ich wünsche Dir viel Erfolg.

Wenn Dir der Beitrag gefällt, dann teile ihn in den sozialen Medien wie Facebook, XING und Co..

Gute Ideen für ein Handout

In diesem Beitrag geht es um gute Ideen für ein Handout, welches nicht einfach im Rundordner (lies: Abfalleimer oder Shredder) landet. Mit einem guten Handout kannst Du die Wirkung Deiner Präsentationen steigern, dem Publikum einen Mehrwert liefern und besser in Erinnerung bleiben.

Gute Ideen für ein Handout sehen so aus:

  • Es liefert einen Mehrwert.
  • Der Inhalt ist so gehalten, dass der Empfänger es aufbewahren will.
  • Es enthält Deine Kontaktdaten.
  • Es ist visuell (und haptisch) attraktiv.
  • Du nutzt es für eine Interaktion mit dem Publikum.

Erst mal wie es nicht sein soll.

Schlechte HandoutsZitat von Thomas Skipwith zu Handouts

Eine schlechte Idee ist es einfach die Folien in der Notizenansicht von PowerPoint auszudrucken. Das heisst, drucke bitte nicht einfach 9 Folien auf eine A4-Seite. Fast so schlimm finde ich es, wenn du drei Folien mit leeren Linien auf deren rechter Seite ausdruckst. Dies ist deshalb schlecht, weil der Text auf den Folien entweder unlesbar klein wird oder – falls Du Dich vorwiegend auf Bilder beschränkt hast – die Bilder schon nach wenigen Stunden nichts mehr bedeuten. Die meisten dieser Handouts finden innert kürzester Zeit den Weg in den Abfall. Schade, denn das muss nicht sein.

Hochwertige Handouts

Handouts sind dann hochwertig, wenn sie für das Publikum relevant sind. Dies bedeutet, dass die Hauptbotschaft dieselbe ist wie diejenige der Präsentation. Ausserdem macht es das Handout dem Leser leicht sich an die Inhalte zu erinnern. Es ist eine gute Zusammenfassung und Erinnerung an die Präsentation. Ein Handout darf und soll manchmal auch einen Appell enthalten. Wenn der Appell während der Präsentation verhallt, besteht mit Handout die Chance, dass der Zuhörer dem Appell doch noch folgt.

Ein Handout kann so gestaltet sein, dass es den Zuhörern erlaubt, sich während der Präsentation Notizen zu machen. Auf diese Weise können Sie Dir am Schluss Fragen stellen ohne Dich andauernd zu unterbrechen.

Ich habe auch schon Handouts gesehen, die nur eine Seite umfasst haben. Diese eine Seite kannst Du auf dickeres Papier drucken und gegebenenfalls laminieren. Dank dieser speziellen Haptik wirst Du die Haltbarkeitsdauer des Handouts wesentlich steigern. Selber habe ich schon eine MindMap meines Vortrags auf einer Seite abgegeben und ein anderes Mal als Spick mit den 10 wichtigsten Punkten.

Zusätzliche Informationen

Handouts eigenen sich auch gut um zusätzliche Informationen abzugeben. Es kommt immer darauf an, welchen Zweck ich mit dem Handout verfolge. Das bedeutet, dass der Empfänger des Handouts weitere Details findet oder erfährt wie er zu weiteren Informationen kommt. Auch Quellenangaben können in bestimmten Fällen nützlich sein.

Anstatt während der Präsentation auf alle möglichen Produkte und Dienstleistungen der eigenen Firma aufmerksam zu machen, ist das Handout der ideale Ort genau das zu tun. Ein bisschen Werbung in eigener Sache kann nicht schaden. Ausserdem könntest Du einen Rabatt ausschliesslich für die Teilnehmenden anbieten.

Physische oder digitale Umsetzung

Das Handout muss Lust machen, es anzuschauen. Der Empfänger muss es nur schon wegen dessen attraktivem Äusserem haben wollen. Halte es im gleichen Design wie die Präsentationsfolien. Überlege darüber hinaus, ob das Handout beispielsweise als Prospekt, Objekt oder auf farbigem, dickeren Papier daherkommen soll. Hier ist das Logo viel besser aufgehoben als auf jeder Präsentationsfolie. Wähle bewusst attraktives Papier, eine lesbare Schriftgrösse und Schriftart, bunte Bilder, aussagekräftige Graphiken und Farbe.

Falls Du das Handout digital erstellst, gehen natürlich die Vorteiler der Haptik verloren. Dafür ist es änderungs- und umweltfreundlicher.

Logistik

Ich könnte das Handout am Anfang meiner Präsentation verteilen, doch das führt oft dazu, dass es gleich schon gelesen wird und deshalb zu Ablenkung führt. Ich ziehe es darum vor, das Handout erst am Schluss zu verteilen oder dann, wenn es in den Fluss der Präsentation passt. Letzteres ist auch eine gute Gelegenheit für eine Interaktion mit dem Publikum.

Überlege Dir auch wie das Handout unters Volk kommt. Es macht nämlich einen Unterschied für die Logistik, ob Du an einer Geschäftsleitungssitzung mit 8 Personen oder an einer Konferenz mit 500 Teilnehmern präsentierst.

Download-Link

Statt das Handout auf Papier zu drucken und damit vielfach unnötigerweise Bäume zu fällen, kannst Du das Handout auch zum Download anbieten. Damit das passiert, würde ich immer einen kleinen Bonus einbauen. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Publikum das Handout auch tatsächlich runter lädt und Du und Deine Botschaft länger im Gedächtnis bleiben. Speaker-Kollege Daniel Enz sammelt am Schluss seiner Referate jeweils die Visitenkarten von denjenigen, die das Handout wollen. Meines Erachtens ist das eine gute Idee um danach mit diesen Personen im Kontakt zu bleiben.

Video-Zusammenfassung

Einmal anders: Dreh ein Video und fasse darin nochmals die wichtigsten Punkte zusammen.

Kontaktinfo

Vergiss nicht Deine Kontaktinformationen hinzuzufügen. Diese sollten mindestens Deinen Namen, Deine Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Website und die sozialen Medien enthalten auf denen Du aktiv bist. Ich empfehle Dir auch Dein Foto einzufügen – das steigert das Erinnerungsvermögen der Zuhörer ungemein.

Hausaufgaben

Wenn du das nächste Mal ein Handout von einem Redner erhältst, überlege Dir was Dich anzieht und was nicht. Überlege auch in welchem Kontext diese Präsentation steht. Nimm dann die guten Ideen und verwirf die Schlechten.

Weitere Tipps

Weitere Tipps zum Thema Handout findest Du im Buch «Der Wurm muss dem Fisch schmecken. Mit Power präsentieren und rhetorisch punkten» auf der Seite 125ff.

Wenn Du Dich an diese Tipps hältst, wirst Du mehr aus Deinen Präsentationen herausholen. Ich wünsche Dir viel Erfolg.

Wenn Dir der Beitrag gefällt, dann teile ihn doch in den sozialen Medien wie Facebook, XING und Co..

Kostenlose Bilder im Internet: Vorsicht Abmahnung!

Kostenlose Bilder

Quelle: Benedikt Geyer, pixabay.com

Ob ich es gut finde oder nicht: Es gibt insbesondere im nördlichen Nachbarland Kanzleien, die ihr Geld mit Abmahnungen verdienen. Dies habe ich persönlich schon vor Jahren im Zusammenhang mit meinem E-Mail-Verteiler erlebt. Abmahnungen sind also nicht erst ein ernst zu nehmendes Thema seit der DSGVO. Einer meiner E-Mail-Empfänger hat sich damals nicht einfach von meinem Verteiler abgemeldet (was Du übrigens immer mit einem Klick am Ende meiner E-Mails machen kannst), sondern mir gleich eine Abmahnung ins Haus geschickt. Für die ganze Aktion musste ich mit Anwalts- und Abmahnungskosten EUR 800.- berappen. Wenn ich nicht aufpasse, kann mir das auch mit Bildern und insbesondere z.B. mit Comics passieren, die ich in meinen Präsentationen verwende. Deshalb hier ein paar Tipps, wie man kostenlose Bilder findet und sich vor Abmahnungen wegen geschützten Bildern schützen kann.

Bilder sind urheberrechtlich geschützt

Grundsätzlich sind alle Bilder (und anderen Inhalte) urheberrechtlich geschützt. Erfreulicherweise gibt es aber auch ganz viele Bilder, die kostenlos und lizenzfrei in Deinen Präsentationen benutzt werden können. Die wichtigen Stichworte sind «kostenlos» und «lizenzfrei».

Lizenzfreie und kostenlose BilderKostenlose Bilder sind manchmal nicht 100% gratis.

Lizenzfrei (englisch: Royalty free) ist nicht gleich wie kostenlos. Lizenzfrei bedeutet erstmal nur, dass Du keine wiederkehrenden Lizenzen zu bezahlen hast. Es ist also gut möglich, dass Du eine einmalige Lizenz für ein Bild bezahlst, danach aber nie wieder, weil der Lizenzgeber Dir eine zeitlich unbeschränkte Lizenz einräumt. Dies ist üblich auf Seiten wie www.getty-images.com, www.istockphoto.com und www.fotolia.de.

Wenn Du für ein Bild nichts bezahlen willst, solltest Du darauf achten, dass es beides, lizenzfrei und kostenlos, ist. Dann erst ist es ein kostenloses Bild. Im Fachjargon ist lizenzfrei auch mit dem Kürzel CC0 gleichgesetzt. CC0 steht für «Creative Commons». Ein Bild, welches unter CC0 publiziert wurde, ist ein Bild, an dem überhaupt kein Recht mehr besteht oder eingefordert wird und somit für alles genutzt werden kann. Es gibt zahlreiche Bilder-Datenbanken, die ihre Bilder unter der CC0-Lizenz anbieten. Gute Beispiele sind: www.pixabay.com, www.unsplash.com und www.pexels.com. Am besten Du liest jeweils kurz die Bedingungen der jeweiligen Seite.

Bildersuche mit Google

Google hat auch eine starke Suchfunktion für Bilder. Sobald Du zu Google wechselst, ist die Bildersuche im Moment oben rechts (siehe Bildschirmaufnahme).Google-Bilder-Suche

Über das Suchfeld kannst Du nun nach beliebigen Bildern suchen. Gib einen Suchbegriff ein und drücke die Eingabetaste. Google zeigt Dir jetzt die Suchresultate an. Jetzt kommt das Entscheidende: Unmittelbar unter dem Suchfeld siehst Du eine Menüzeile mit dem Wort «Tools». Wenn Du darauf klickst, wird das Untermenü «Nutzungsrechte» sichtbar (und nur dann). Wähle die Option «Zur Wiederverwendung gekennzeichnet».

Bilder-Suche mit Nutzungsrechten

Damit bist Du auf der sicheren Seite.

Weshalb für Bilder bezahlen?

Du fragst vielleicht, weshalb jemand für ein Bild bezahlen sollte, wenn es doch auch lizenzfreie und gleichzeitig kostenlose Bilder gibt. Ganz einfach: Die bezahlten Bilder sind oft besser, insbesondere wenn Du Personen auf dem Bild haben willst. Ausserdem ist die Wahrscheinlichkeit viel grösser, dass Dein Bild nicht schon x-fach von anderen benutzt wurde. Beispielweise haben wir für das Buch «Der Wurm muss dem Fisch schmecken. Mit Power präsentieren und rhetorisch punkten» einige Bilder gekauft.

Quellenangabe

Auch oder gerade wenn das Bild kostenlos ist, schreibt das Urheberrecht vor, dass die Quelle (der Urheber) angegeben wird. Es geht also um den Fotografen, der genannt werden muss. Aus Sicht des Fotografen ist das gut verständlich: Er möchte genannt werden und erhält auf diese Weise möglicherweise einen Auftrag (für andere, kostenpflichtige Bilder). Ausnahmen: Auf Pixabay (www.pixabay.com) beispielsweise steht bei den meisten Bildern, dass kein Bildnachweis notwendig ist.

Das Urheberrecht in Deutschland sagt übrigens, dass die Namensnennung „am Werk“ erfolgen muss, also direkt am Bild.

 

Wenn Du Dich an diese Tipps hältst, wirst Du mit Freude während Deinen Präsentationen Bilder zeigen und abmahnsicher unterwegs sein. Ich wünsche Dir viel Erfolg.

Wenn Dir der Beitrag gefällt, dann teile ihn doch in den sozialen Medien wie Facebook, XING und Co..

Tipps für die 1. August-Rede

Tipps für die 1. August-RedeSchon bald ist es wieder so weit: Landauf und landab halten unzählige Rednerinnen und Redner eine 1. August-Rede. Gut so. Denn eine Rede zu halten ist immer eine Gelegenheit eine Botschaft zu platzieren. Wann sonst kann man (mehr oder weniger) ungestört seine Gedanken mit einer grösseren Menge teilen?!

Trotzdem ist den meisten klar: Man kann es nicht allen recht machen. Matthias Aebischer, Schweizer Journalist, Moderator und Politiker, hat es in einer seiner 1. August-Reden schön formuliert: «Eine 1. August-Rede, die anschliessend nicht kritisiert wird, ist wie ein Essen in der Kantine, über das man nicht lästern kann.»

Tipps für die 1. August-Rede

Damit die Kritik nicht zu harsch ausfällt, sondern im Gegenteil einige Zuhörer noch lange positiv von der Rede berichten werden, habe ich hier 10 (nicht abschliessende) Tipps für eine gelungene 1. August-Rede zusammengetragen.

Tipp 1: Ohne Vorbereitung gibt es keine gute Rede.

1. August-Redner werden üblicherweise lange im Voraus angefragt. Wenn Du der Glückliche bist, mach gleich ein kleines schriftliches Brainstorming und ergänze diese Ideen im Verlauf der Zeit. So verhinderst Du, dass Du am 31. Juli auf ein weisses Blatt Papier starrst.

Tipp 2: Wer Dich nicht hört, wird zum Störfaktor.

Ich habe es oft erlebt, dass an der Soundanlage gespart oder gänzlich auf sie verzichtet wurde. Schade, denn ich konnte den Redner kaum hören. Da reichen ein paar Zuschauer, die deshalb anfangen miteinander zu tuscheln und schon hört man oft gar nichts mehr. Wirke daraufhin, dass Dich die Zuschauer hören können. Bei mehr als 40 Zuschauern empfehle ich Dir ein Mikrofon. Am besten eines zum Anstecken oder ein Headset.

Tipp 3: Der Anfang soll Lust auf mehr machen.

Fange so an, dass Dir die Zuschauer von Anfang an ihre Aufmerksamkeit schenken. Das kann beispielsweise bereits bei der Begrüssung passieren. Statt «Sehr geehrte Damen und Herren» hat beispielsweise Christoph Blocher, Alt-Bundesrat, SVP, die Zuhörer mit «…, Manne u Froue» begrüsst. Eine persönliche Anekdote eignet sich auch ausgezeichnet um gleich das Interesse der Zuhörer zu wecken.

Tipp 4: Wähle den Inhalt so, dass er zu Dir, zum Anlass und zum Publikum passt.

Du darfst gerne über die Schweiz sprechen. Immerhin wird ja am 1. August der Geburtstag der Schweiz gefeiert. Da die Schweiz sehr vielfältig ist, schränkt das meines Erachtens kein bisschen ein, sondern im Gegenteil: Du hast die Qual der Wahl, was Du erzählen sollst. Beim Inhalt wird wesentlich, welches Deine Hauptbotschaft sein soll. (Siehe Tipp «Du brauchst ein klares Ziel vor Augen.) Eine mögliche Formel für den Inhalt ist: ein persönliches Erlebnis, die Geschichte von jemand anderem und was Du daraus gelernt hast. Insbesondere mit dem persönlichen Erlebnis machst Du Deine Rede merk-würdig, sie wird also in Erinnerung bleiben.

Tipp 5: Der Schluss ist das Pünktchen auf dem i.

Bereite einen knackigen Schluss vor. «Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.» gehört nicht dazu. Stattdessen kannst Du kurz zusammenfassen, einen Bezug zum Anfang herstellen und/oder einen Appell an das Publikum richten. Die Mutigen bringen zum Schluss einen passenden Witz. Am besten Du übst den letzten Satz vorher mehrmals laut.

Tipp 6: Du brauchst ein klares Ziel vor Augen.

Entscheide Dich für eine klare Hauptbotschaft. Die Hauptbotschaft darfst Du gerne mehrmals wiederholen. Deine Hauptbotschaft könnten sich auf eine Tugend beziehen, z.B. Mut, Pünktlichkeit, Verlässlichkeit, Liebe, Ausdauer. Wie wäre es mit «Die Welt gehört den Mutigen.», «Steter Tropfen höhlt den Stein.» oder «Ich bin stolz auf die Schweiz.»?

Tipp 7: Die Abwechslung macht das Leben süss.

Eine Rede, die ausschliesslich bierernst ist, wird keinen vom Sockel hauen. Wechsle ab zwischen Ernst und Leichtigkeit. Es darf auch gelacht werden. Ausserdem lohnt es sich zu recherchieren, was andere schon x-fach gesagt haben. Darauf kannst Du verzichten oder aber im Gegenteil: Es ist Dir so wichtig, dass Du es ebenfalls wiederholen willst.

Tipp 8: Sprich so, dass man Dich versteht.

Mach eine Publikumsanalyse. Und entscheide dann, ob Du die Rede auf Schweizerdeutsch oder Hochdeutsch halten wirst. Falls Du Dich für Hochdeutsch entscheidest, solltest Du die Rede besonders oft üben. Denn den meisten Deutschschweizern fällt es schwerer Hochdeutsch als Schweizerdeutsch zu sprechen.

Tipp 9: In der Kürze liegt die Würze.

Halte es wie Mark Twain: «Eine gute Rede hat einen guten Anfang und ein gutes Ende – und beide sollten möglichst dicht beieinander liegen.» Frage den Veranstalter wie viel Zeit er Dir zur Verfügung stellt. 10 – 15 Minuten sind meistens gut geeignet. Falls Du ein Manuskript schreibst, weisst Du damit auch gleich wie viele Worte es umfassen sollte. Nämlich: Wenn Du mit einer Geschwindigkeit von 100 Worte pro Minute sprichst, dann wird Dein Manuskript 1’000 – 1’500 Worte umfassen.

Tipp 10: Sag ihnen, wer Du bist.

Die Zuhörer sind neugierig. Sie wollen wissen wer zu ihnen spricht. Sag es ihnen. Allerdings empfehle ich Dir das nicht trocken und wie eine Aufzählung zu machen, sondern (auch hier) auf das Mittel der Geschichte zurückzugreifen. Beispielsweise könnte ich davon erzählen wie ich mich noch gut daran erinnern kann wie ich in Luzern neben dem Verkehrshaus aufgewachsen bin und was ich im Zuge dessen so alles erlebt habe. Dadurch erfahren die Zuhörer beiläufig wer ich bin.

Wenn Du Dich an diese Tipps hältst, bist schon einen grossen Schritt weiter zu einer 1. August-Rede, die positiv  in Erinnerung bleiben wird. Ich wünsche Dir dabei viel Erfolg.

Wenn Dir der Beitrag gefällt, dann teile ihn doch in den sozialen Medien wie Facebook, XING und Co..

Wann beginnt eine Präsentation?

Beginn eines Rennens als Analogie für den Beginn einer PräsentationViele denken eine Präsentation beginnt mit dem ersten Wort. Gute Idee, aber falsch. Die Präsentation beginnt spätestens dann, wenn die Aufmerksamkeit auf den Redner gelenkt wird. Meistens ist das der Zeitpunkt, an dem er sich wesentlich bewegt. Also sobald er aufsteht, richten sich alle Augenpaare auf ihn.

Kürzlich habe ich ein Interview von Brian Walter mit Connie Podesta im Podcast «Voices of Experience» der National Speakers Association NSA gehört. Connie (www.conniepodesta.com) stellt sich dabei auf den Standpunkt, dass die Präsentation noch viel früher beginnt. Sie ist der Meinung, dass sie nicht auf der Bühne, sondern bereits beim ersten Kontakt mit dem potenziellen Kunden beginnt.

Wie meint sie das?

Noch bevor sie mit dem potenziellen Kunden telefoniert, recherchiert sie den Kunden. Sie sucht nach einer Geschichte, mit der sie eine gute Verbindung zum Event Organisator schaffen kann. Sie bringt zwei Beispiele.

Beispiel 1: Conny erzählte dem Event Organisator von McDonalds ihre persönliche Geschichte mit McDonalds. Sie ist in der derselben Stadt gross geworden in der McDonalds sein erstes Geschäft eröffnet hat. Ihr Vater hat sie und die Familie öfters mit einer weissen Tüte von McDonalds überrascht. Noch heute liebt sie es am Flughafen zu McDonalds zu gehen, um dort einen Vanilla Latte zu trinken.

Beispiel 2: Als sie mit dem Event Organisator von Walmart telefonierte, teilte sie die Geschichte ihres Vaters. «Mein Vater war schon immer Walmart-Fan und freute sich an Weihnachten immer am meisten über den Walmart-Gutschein von mir als Geschenk. Als er gestorben war, fand ich einen noch gültigen Gutschein in einer Jackentasche meines Vaters. Ich habe lange überlegt, was ich damit kaufen soll. Daraufhin habe ich bei Walmart einen Bilderrahmen für ein Bild von mir mit meinem Vater gekauft. Das Bild und der Rahmen stehen hier vor mir auf dem Schreibtisch.»

Übrigens, beide Male wurde Connie aufgefordert die jeweilige Geschichte während ihrem Auftritt zu erzählen.Thomas Skipwith im Interview mit Bruno Erni

Was kannst Du daraus für Deine eigenen Präsentationen mitnehmen?

  1. Die Präsentation fängt nicht erst auf der Bühne an, sondern lange vorher.
  2. Das Telefongespräch ist wie eine kurze Demo-Präsentation. Du zeigst wie gut Du den Kunden verstehst. Der Kunde hört, ob er sich mit Deiner Art wohl fühlt.
  3. Die Geschichte kannst Du, sofern du gebucht wirst, für Deinen Auftritt beim Kunden einsetzen

Wer sich den Beitrag auf Deutsch anhören möchte, kann dies auf www.thomas-skipwith.com/podcasts tun: April 2018, Minute 26:12. (Und: Im Interview von Bruno Erni mit mir gibt es weitere spannende Beiträge.)

Wer das Original des Beitrags von Connie Podesta auf Englisch hören möchte, lädt sich am besten die VoE-App runter und hört sich die April 2018-Ausgabe von «Voices of Experience» an.

Wenn Dir der Beitrag gefällt, dann teile ihn doch in den sozialen Medien wie Facebook, XING und Co..

Was ist besser: PowerPoint oder Prezi?

Ich werde öfter gefragt, ob ich PowerPoint oder Prezi besser finde. Auf diese Frage gibt es leider keine eindeutige Antwort. In typischer Beratermanier antworte ich dann: «Es kommt darauf an.» Es lässt sich nicht eindeutig sagen, welche Software besser ist, denn beide haben ihre Vorzüge.

PowerPoint

Zwei Schwerter, die sich kreuzen als Analogie für die Frage, was besser ist: PowerPoint oder PreziPowerPoint ist vermutlich allen Lesern dieses Trainingletters bekannt. Wer präsentiert schon ohne PowerPoint?! Dennoch lohnt es sich kurz darüber nachzudenken, was PowerPoint ausmacht.

  • Die Software folgt der gleichen Logik wie die anderen Microsoft Programme Word und Excel. Entsprechend einfach empfinden viele die Bedienung.
  • Du schreibst und zeichnest Seite für Seite (Folie für Folie) – ähnlich wie in einem Buch.
  • Es ist der De-Facto-Standard in der Geschäftswelt. Praktisch alle Laptops haben die Software installiert und an Konferenzen wirst Du damit wenig Schwierigkeiten haben.
  • Die Software ist lokal auf dem Laptop/Computer installiert. Du brauchst keine Internetverbindung um Deine Präsentation zu halten (im Unterschied zu Prezi).
  • PowerPoint für Windows versteht sich ausgezeichnet mit den meisten Beamern. (Die Version für Mac ist mit Vorsicht zu geniessen. Ausserdem hat die Mac-Version weniger Funktionen.)
  • https://products.office.com/de-ch/powerpoint

Prezi

Prezi logoDie Logik folgt einem anderen Muster. Prezi wurde von Architekten Adam Somlia-Fischer entwickelt, der seine Zuschauer auf einem Plan einerseits eine Übersicht, andererseits aber auch die Details zeigen wollte – ohne die Übersicht zu verlieren. Dieser Logik folgend findest Du in Prezi nicht einzelne Seiten wie in PowerPoint, sondern eine einzige, unendlich grosse, Fläche. Auf dieser kannst Du ein- und auszoomen. Auf diese Weise kannst Du auf einer Karte nach Belieben die Übersicht und die Details sehen – ähnlich wie wenn Du bei Google Maps ein- und auszoomst.

  • Prezi ist als cloud-basierte Anwendung konzipiert, damit von überall her darauf zugegriffen werden und die Dateien einfach geteilt werden können. Entsprechend braucht es eine funktionierende Internetverbindung. (Allerdings gibt es gegen Aufpreis eine Version, die sich runterladen lässt. Damit lassen sich Probleme in Hotels mit schlechter Internetverbindung mildern.)
  • Es eignet sich ausgezeichnet um beispielsweise Touristen einen Stadtplan zu erklären oder einen Grundriss eines Produktionsstrasse zu präsentieren.
  • Prezi erfüllt das Kriterium mal etwas Anderes als alle anderen zu machen. Insofern kann es eine gute Abwechslung sein und damit die Aufmerksamkeit des Publikums erhöhen.
  • Wenn an einer Konferenz alle anderen Speaker PowerPoint benutzen und Du präsentierst mit Prezi, wirst Du zusätzliche technische Hürden überwinden müssen.
  • Teilnehmerunterlagen herzustellen ist schwierig.
  • Wer Prezi schlecht anwendet, provoziert bei seinem Publikum schon mal Übelkeit. (Ich hatte auch schon das Gefühl, ich sei auf einer Achterbahn.)
  • Die Software braucht (wie jede Software) eine mehr oder weniger grosse Einarbeitungszeit.
  • https://prezi.com

Was kannst Du daraus für Deine eigenen Präsentationen mitnehmen?

  1. Beides sind gute Werkzeuge. Entscheidend ist, dass sie richtig eingesetzt werden.
  2. Es ist also nicht die Frage von «entweder-oder», sondern davon welches Werkzeug Deinen Zweck am besten erfüllt.
  3. Benutze ein Werkzeug richtig – und es bewirkt viel.

Wenn Dir der Beitrag gefällt, dann teile ihn doch in den sozialen Medien wie Facebook, XING und Co..

Oprah Winfrey begeistert ihr Publikum

Oprah Winfrey erhält den Cecil B. de Mille Award während den Golden Globe Awards 2018

Oprah Winfrey„Es war 1964. Ich war noch ein kleines Mädchen. Ich sass auf dem Linoleum-Boden im Haus meiner Mutter und verfolgte die Oscar-Verleihung im Fernsehen“ (0:50). Mit diesen Worten beginnt Oprah Winfrey ihre Rede. Die Details (kalter Boden, weisse Krawatte und schwarze Haut) lassen die Begebenheit aufleben. Sie schildert den Moment, als Sydney Poitier als erster schwarzer Mann einen Oscar als bester Schauspieler gewann. Für das kleine Mädchen, das damals die Oscars von den „billigen Sitzplätzen“ aus verfolgte, bedeutet das sehr viel. Dieser persönliche Rückbezug macht die Rede sehr emotional.

1982 hat Sydney Poitier den Cecil B. de Mille Award bei den Golden Globes bekommen – den Award den nun Oprah Winfrey als erste schwarze Frau entgegennehmen darf. Sie macht geschickt darauf aufmerksam, dass auch jetzt wieder kleine Mädchen zuschauen. So nimmt sie doppelt Rückbezug zu etwas was sie vorher schon erwähnt hat: Erster schwarzer Mann/Frau, kleine Mädchen.

Einsatz vieler rhetorischer Mittel

Oprah Winfrey wechselt während ihrer Rede öfter das Tempo. Sie spricht von der Hollywood Press Association, die in diesen Tagen besonders viel zu tun hat: Nämlich die absolute Wahrheit aufzuzeigen, Korruption und Gesetzwidrigkeit aufzudecken. Ihre Gestik unterstützt das Gesagte: „Was ich sicher weiß, ist, dass die Wahrheit das stärkste Werkzeug ist, das wir besitzen“, betont sie. Die Frauen, die mit ihren Geschichten an die Öffentlichkeit gegangen sind, respektiere sie besonders. „In diesem Jahr sind wir zur Geschichte geworden“, sagt sie. Das Wort „Geschichte“ wiederholt sie dreimal. Sie versucht, den Blickkontakt mit dem Publikum zu halten – doch manchmal geht er wegen der breitrandigen Brille verloren.

Weiter geht sie auf die #metoo-Kampagne ein, indem sie die Geschichte der vergewaltigten Recy Taylor und derjenigen Frau, die sich um den Fall gekümmert hat, Rosa Parks, erzählt. Ihre starke Botschaft überbringt sie mit einer Anapher: „Ihre Zeit ist um!“ – „Their time is up!“ Sie wiederholt diesen Satz dreimal, während die Menschen im Publikum von ihren Sitzen gerissen werden und schallenden Beifall spenden.

Oprah schliesst den Kreis durch den erneuten Rückbezug zu den kleinen Mädchen. Sie wendet sich an alle Mädchen, die zuschauen, um ihnen Hoffnung zu geben: „Ein neuer Tag steht an“. „Und dieser Tag wird wunderbar sein, gerade wegen den wunderbaren Frauen und einigen phänomenalen Männern, die dafür sorgen werden, dass niemand jemals sagen muss: „Ich auch!“ (me too)

Was kannst Du daraus für Deine eigenen Präsentationen mitnehmen?

  1. Erzähle persönliche Geschichten.
  2. Mach Rückbezüge.

Hier geht es zum Video der Rede von Oprah Winfrey während den Golden Globe Awards 2018.

Wenn Dir der Beitrag gefällt, dann teile ihn doch in den sozialen Medien wie Facebook, XING und Co..

Die Nazi-Karte, gezogen von der AfD

AfD-Politiker Bernd Baumann zieht die Nazi-Karte – und das bei der ersten AfD-Rede im Deutschen Bundestag. Damit hat er mit Sicherheit mindestens seine Basis überzeugt. In seiner Rede kritisiert Baumann die am Ende der vorherigen Legislaturperiode getroffene Entscheidung, den Alterspräsidenten nicht mehr nach Lebens-, sondern nach Dienstjahren zu bestimmen. Mit dem Ziel, dass nicht ein AfD-Abgeordneter die erste Sitzung eröffnen darf.

„Nur 1933 hat Hermann Göring die Regel gebrochen, weil er den politischen Gegner ausgrenzen wollte. Wollen sie sich auf solch schiefe Bahn begeben? Kommen sie zurück auf die Linie der deutschen Demokraten“, betont Baumann. Eine rhetorisch richtig gut vorbereitete Rede, bei der Baumann vom regelmäßigen Applaus seiner Parteimitglieder unterstützt wird. Mehr noch: Der Politiker geht in seiner Rede auch auf die Presseberichte ein, laut deren diese Entscheidung „kein gutes Licht auf die parlamentarische Kultur in Deutschland“ (Fokus) werfe. Und das, obwohl die Presse „nicht mehrheitlich der AfD gewogen ist“, so Baumann.

Geschickt nimmt er Elemente aus der deutschen Geschichte und Tradition als unterstützende Argumente für seinen Standpunkt.

Wiederholungen und Abschluss

„Wie groß? Wie groß muss die Angst vor der AfD sein?“ wiederholt Baumann. Das Sahnehäubchen auf der Torte stellt der Schluss der Rede dar: In nur einem Satz zählt Baumann alle Themen auf, die seiner Partei wichtig sind. „Von dieser Stunde an werden hier Themen neu verhandelt. … künftig auch über Euro, gigantische Schuldenaufnahmen, gigantische Einwanderungszahlen, offene Grenzen und immer brutalere Krimialität auf unseren Straßen, meine Damen und Herren“, sagt Baumann.

Was kannst Du daraus für Deine eigenen Präsentationen mitnehmen?

  1. Benutze Analogien, auch solche aus der Geschichte Deines Landes.
  2. Mach verbales Judo und nimm einen Vorwurf, der Dir oft gemacht wird und dreh ihn um.
  3. Sorge dafür, dass Du im Publikum Personen hast, die dich unterstützen.
  4. Fasse in einem letzten Satz alles nochmals zusammen.

Hier geht es zum Video in dem Bernd Baumann, AfD, die Nazi-Karte zieht.

Wenn Dir der Beitrag gefällt, dann teile ihn doch in den sozialen Medien wie Facebook, XING und Co..

Light a candle for a change

Weihnachten – einmal besonders besinnlich

Ein gelungenes Weihnachtsfest umfasst für die meisten von uns ganz viele Elemente: das spezielle Essen, die passende Dekoration, die festliche Musik, die schöne Kleidung, die geladenen Gäste, die besinnlichen Geschichten … Womit wir auch schon beim Thema dieses Beitrags sind: besinnliche Geschichten.

Auch eine besinnliche Geschichte braucht mehrere Elemente, damit sie gut ankommt. Eines der Elemente, das meines Erachtens nicht vergessen werden sollte, ist die Beleuchtung. Wie wäre es, wenn Du dieses Jahr

  1. eine Geschichte erzählen und
  2. vor Beginn das gewöhnliche Licht durch Kerzenlicht ersetzten würdest?

Das Kerzenlicht wird Deiner Geschichte eine ganz spezielle, besinnliche Stimmung bescheren.

Die Beleuchtung ist übrigens auch bei Geschäftspräsentationen oft ein (vernachlässigtes) Thema. Eben wieder gesehen: Der Referent hat die Beleuchtung der Leinwand angelassen, so dass die Folien kaum lesbar waren. Das hat zwar nichts mit Besinnlichkeit zu tun, aber damit, dass die Botschaft je nach Beleuchtung mehr oder weniger gut ankommt.

In diesem Sinn wünsche ich Dir und Deinen Liebsten eine besinnliche und frohe Weichnacht und einen fantastischen Rutsch ins Neue Jahr.

Wenn Dir der Beitrag gefällt, dann teile ihn doch in den sozialen Medien wie Facebook, XING und Co..