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Günter Pauli

Interaktion mit dem Publikum: Aufstehen

Das oberste Gebot der Rhetorik lautet: „Du darfst nicht langweilen!“ Denn das führt schon mal dazu, dass das Publikum einschläft. Um dem entgegenzuwirken, lohnt sich eine Interaktion mit dem Publikum.

Gunter Pauli: Interaktion mit dem PublikumManche Situationen sind einfacher als andere, um die Zuhörer bei der Stange zu halten. Gerade bei steigenden Temperaturen – derzeit ist es bei mir im Büro fast 30 Grad – und bei sich-in-die-Länge-ziehenden-Sitzungsmarathons kann es schon mal sehr schwierig sein die Zuhörer und Sitzungsteilnehmer soweit zu kriegen, dass sie (weiterhin) die Ohren spitzen. Karem Albash, ein Kollege aus der GSA, hat mich auf ein schönes Video auf YouTube aufmerksam gemacht, in dem diese Problematik meisterhaft gelöst wird. Es ist ein Videoausschnitt aus dem Entrepreneurship Summit 2014 in Berlin. Auch wenn dieser Anlass schon ein wenig zurück liegt, kann meines Erachtens jeder etwas daraus lernen.

Im Video sehen wir Gunter Pauli, Unternehmer und Designer und Mitgründer von The Blue Economy. Er ist einer von vielen Rednern. Was macht Gunter Pauli, damit das Publikum wieder aufwacht?

  1. Gunter Pauli ist bester Laune.
  2. Er sprüht vor Energie.
  3. Er tritt in Interaktion mit dem Publikum.

Insbesondere finde ich den dritten Punkt erwähnenswert. Auch wenn natürlich die ersten beiden Punkte Voraussetzung dafür sind, dass der dritte Punkt erfolgreich sein kann. Nämlich: Er bringt das Publikum dazu aufzustehen. Im ersten Moment scheint es ihm noch nicht mit allen Zuschauern zu gelingen. Er gibt aber nicht auf: Er insistiert. Das Publikum scheint ihm zu folgen. Zumal er ja zu einem späteren Zeitpunkt das Publikum dazu auffordern muss, sich wieder hinzusetzen. Akustisch nehmen wir wahr, dass das Publikum Spass hat mitzumachen. Ja, oft ist es so: das Publikum will Spass haben oder mindestens gut unterhalten werden. Eben keine Langeweile. Wie eingangs beim obersten Gebot der Rhetorik erwähnt. Und genau hierzu ist eine Interaktion mit dem Publikum ideal.

Ausserdem ist der dritte Punkt deshalb interessant, weil er dem Publikum hilft einen anderen Standpunkt einzunehmen. Das trägt dazu bei, dass das Publikum bereit ist, neue Gedankengänge zu gehen.

Weshalb nicht selber mal in einer Sitzung oder bei einer Konferenz das Publikum dazu auffordern aufzustehen, sich zu strecken und sich zu bewegen?

Hier geht es zum Video von und mit Gunter Pauli

Die Sequenz dauert nur 40 Sekunden (00:07 – 00:47). Schaue Sie Dir an.

Wie immer: Übung macht den Meister. Nur wenn Sie sich die Mühe machen, die Tipps umzusetzen, haben Sie die Chance eine gute Dankesrede zu halten.

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Die richtige Kopfstellung: Rhetorik-Tipp zur Körpersprache

Die richtige Kopfstellung entscheidet über Chef oder Untertan. Die richtige Kopfstellung beeinflusst, ob Du von Deinem Publikum als selbstsicher oder unterwürfig wahrgenommen wirst. Ähnlich wie im Tierreich. Im Video „Unterwirf Dich nicht unnötig“ siehst Du wie Du es machen und lassen sollst.

Die richtige Kopfstellung

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Wie immer: Übung macht den Meister. Nur wenn Du den Tipp zu Herzen nimmst, wird es Deinem Publikum beim nächsten Mal leichter fallen Dir seine Aufmerksamkeit zu schenken.

Einen weiteren Tipp zur Körpersprache findest Du hier.

Falls Du regelmässig die wichtigsten Tipps und Tricks für Deine Präsentationen haben möchtest, dann schreibe Dich in unseren Trainingletter ein.

Ich wünsche Dir viel Erfolg!

Thomas Skipwith

P.S.: Weitere Tipps zu überzeugenden Präsentationen gibt es im Buch „Der Wurm muss dem Fisch schmecken„.

Schweizer reden schlecht. Warum?

Schweizer reden schlechtSchweizer reden schlecht. Stimmt das? Wenn es darum geht herausragende Redner zu nennen sind Schweizer praktisch nie dabei. Wenn es um ein schlechtes Beispiel geht, dann schon: Ein Schweizer Redner der Berühmtheit erlangt hat war Bundespräsident Johann Schneider-Ammann. Seine Rede mit dem Thema Humor zum Tag der Kranken 2016 war so humorlos, dass er es ins französische (Canal+) und amerikanische Fernsehen gebracht (Last Week Tonight) hat. Wer die Rede nicht gesehen hat, sollte sie sich auf Youtube anschauen.

Woran kann es liegen, dass Schweizer grossmehrheitlich schlechte Redner sind? Es gibt keine handfesten Beweise. Allerdings gibt es meines Erachtens viele plausible Erklärungen dafür. Eine Spurensuche:

  1. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. In der Schule wird zu wenig für die rhetorischen Fähigkeiten der Schüler getan. Möglicherweise deshalb, weil die Lehrer selbst in diesem Fach ebenfalls nicht besonders stark auf der Brust sind.
  2. Die Schweizer haben kaum einheimische Vorbilder. Es gibt niemanden wie einen Barack Obama oder Helmut Schmidt. Ganz im Gegenteil: die meisten Präsentationen und Reden machen einem Valium in seiner einschläfernden Wirkung Konkurrenz.
  3. Die mentale Einstellung vieler Schweizer ist falsch. Sie glauben die Gabe des Wortes nicht zu haben. Dieses Selbstverständnis trägt nicht dazu bei besser zu werden.
  4. Die Schweizer haben einen sprachlichen Nachteil. Der Volksmund sagt: «Schweizerdeutsch ist keine Sprache, sondern eine Halskrankheit.» Die Schweizer lernen erst den Dialekt, dann eine oder mehrere Fremdsprachen. Das gereicht ihnen zwar einerseits zum Vorteil, andererseits führt das aber auch dazu, dass ihre fremdsprachige Eloquenz meistens nicht besonders ausgeprägt ist. Denn jede Sprache hat seine Eigenheiten. Bereits Hochdeutsch und Schweizerdeutsch haben unterschiedliche Ausdrücke, Grammatik und Redewendungen. Ganz zu schweigen von anderen Sprachen wie Französisch, Englisch oder Italienisch.
  5. In der Schweiz herrscht eine Null-Fehler-Kultur. Dies zeichnet zwar Dienstleistungen und Produkte aus, im sprachlichen Ausdruck aber verleitet das viele dazu lieber nichts zu sagen als etwas mit Fehlern. Dies zeigt sich an Redewendungen wie: „Ned lafere, sondern liefere.“ Übersetzt: «Arbeiten, nicht quasseln!“
  6. Ein guter Redner erhält bei uns wenig Anerkennung. Meistens wird er eher verrissen, wenn er besonders gut spricht. Dies passiert insbesondere auch einem geschliffenen Redner aus dem nördlichen Nachbarland. Diesem empfehle ich dann mit Absicht ein paar Fehler einzubauen. Dadurch hebt er sich nicht zu stark von den Schweizer Zuhörern ab.
  7. Die Schweiz ist ein kleines Land. Es war immer und ist immer noch abhängig von den guten Beziehungen mit anderen Staaten. Einem kleinen Verhandlungspartner steht es meistens besser an leise zu treten. Das wiederum zeichnet auch die Schweizer Diplomatie aus. Entsprechend haben sich keine grossen Redner hervorgetan. Dies fängt schon an bei der Wahl von Bundesräten im Parlament. Es werden vermutlich eher solche genommen, die nicht das Gleichgewicht im Bundesrat stören.
  8. Und jetzt vermutlich die umstrittenste These, weshalb die Schweizer schlechte Redner sind. Der Ruf der Rhetorik wurde im deutschsprachigen Raum während der Nazizeit fast komplett zerstört. Gute Rhetorik hatte lange Zeit die Konnotation des Rattenfängers. 70 Jahre später ist es besser geworden. Viele haben erkannt, dass eine gute Rede viel bewegen kann. Auch im positiven Sinn. Wie sonst kann ich alle fünf Sinne der Hörer ansprechen? Wie sonst kann ich sie emotional berühren? Wo sonst entsteht so viel Energie wie wenn viele Leute zusammenkommen, einer auf der Bühne steht und spricht?

Es gibt Mittel und Wege, wie jeder besser werden kann. Ein Anfang ist schon mal gemacht, wer sich mit den häufigsten Fehlern auseinandersetzt. So dass sich die These „Schweizer reden schlecht“ verwandelt in „Schweizern höre ich gerne zu“.

Ich wünsche Dir viel Erfolg!

Thomas Skipwith

Richtige Handstellung beim Präsentieren

In richtige Handstellung bei einer Präsentationdiesem Rhetorik-Tipp zur Körpersprache geht Thomas Skipwith auf die richtige Handstellung bei einer Präsentation ein. Und was es zu vermeiden gilt. Letzteres nennt er „Hundepfötchen“.

Hier kannst du Dir das kurze Video „Gib kein Pfötchen“ anschauen.

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Wie immer: Übung macht den Meister. Nur wenn Du den Tipp zu Herzen nimmst, wird es Deinem Publikum beim nächsten Mal leichter fallen Dir seine Aufmerksamkeit zu schenken.

Demnächst gibt es wieder eine neue Folge wie Du die Körpersprache für Präsentationen optimal einsetzen kannst. Falls Du das nicht verpassen willst und die wichtigsten Tipps und Tricks für Deine Präsentationen haben möchtest, dann schreibe Dich in unseren Trainingletter ein.

Ich wünsche Dir viel Erfolg!

Thomas Skipwith

P.S.: Weitere Tipps zu überzeugenden Präsentationen gibt es im Buch „Der Wurm muss dem Fisch schmecken„.

Einfluss von Messenger und sozialen Medien

Bleibt die Rhetorik bei Facebook und Co. auf der Strecke?

„Bing“ und schon wieder fiept das Smartphone. Sie zücken es und sind erstmal verwirrt. „Sollen wir uns a.A. treffen? Rhetorik bei FacebookLeider hat afaik der Italiener zu, lol! LG!“ Zwei ganze Sätze und trotzdem so viel Wirr-Warr. Willkommen in der neuen Kommunikationswelt! Egal ob auf Facebook, WhatsApp oder anderen Kurznachrichtendiensten, überall heißt  mittlerweile die Devise: in der Kürze liegt die Würze!

Abkürzungen, Kurzworte oder nicht beendete Sätze sind keine Seltenheit mehr heutzutage. Wer da nicht genau weiß, was „afaik“, „rofl“ oder „LG“ bedeutet, steht meist ziemlich ratlos da. Aber ist das eine richtige Entwicklung für die Sprache? Bleibt die Rhetorik bei Facebook und Co. auf der Strecke? Ist nur noch schnelles Texten in kurzen Sätzen angesagt? Oder ist das praktisch der „Zeitgeist“? Fragen, die der Experte, Coach und Trainer Thomas Skipwith hier beantwortet. Er ist Autor des Buchs „Der Wurm muss dem Fisch schmecken – mit Power präsentieren und rhetorisch punkten“ und erklärt uns dieses neue Phänomen. Hier auf Schweizerdeutsch.

Herr Skipwith, würden Sie sagen Facebook, WhatsApp und andere Kurznachrichtendienste schaden der Sprache?

Ist es nicht die Kunst, Dinge in Kürze zu sagen, so dass man sie schnell begreift?

Nachrichten sind meist auch oberflächlich und voller Rechtschreibfehler. Sollen wir darauf achten und so schreiben wie zum Beispiel in einem Brief?

Kann die fehlende Körpersprache auch ein Grund sein, warum wir uns in Messengern kurz halten?

Sprachen verändern sich ja auch mit den Jahren. In welche Richtung geht unsere Sprache?

 

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Rhetorik-Tipp zur Körpersprache: Bitte lächeln. Aber nicht immer.

Es gibt Leute, die haben eine Dauergrinsen drauf. Und es gibt solche, die keine Miene verziehen. Beides ist für eine Präsentation nicht optimal. Wann z.B. lächeln angebracht ist und wann nicht ist Thema dieses Videos von Thomas Skipwith. Schau Dir kurz (2 Minuten) an was gemeint ist: „Bitte lächeln. Aber nicht immer.

uebertriebenes laechelnDie Umsetzung/Übung sieht so aus:

  1. Schau Dir das Video an.
  2. Nimm Deine eigene Präsentation auf Video auf.
  3. Schalte den Ton aus.
  4. Schau Dir Deine Mimik an.
  5. Entscheide, ob Deine Mimik abwechslungsreich ist. Weder konstant steinern noch konstant lächelnd.
  6. Freue Dich darüber, dass Du das nächste Mal eher in der Lage sein wirst eine abwechslungsreiche Mimik einzusetzen.

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Demnächst gibt es wieder eine neue Folge wie Du die Körpersprache für Präsentationen optimal einsetzen kannst. Falls Du das nicht verpassen willst und die wichtigsten Tipps und Tricks für Deine Präsentationen haben möchtest, dann schreibe Dich in unseren Trainingletter ein.

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Thomas Skipwith

P.S.: Weitere Tipps zu überzeugenden Präsentationen gibt es im Buch „Der Wurm muss dem Fisch schmecken„.

UnternehmerZeitung: Langweilen Sie nicht!

bored-16811_1280Wann immer Cicero, Churchill oder Castro sprachen, zogen sie ganze Säle in ihren Bann – oder hauten sie vom Hocker.  Exzellente Redner wie diese sind eine Rarität, in der Schweiz fehlen gar die guten. Warum das so ist und wie wir uns in fünf Schritten verbessern können.

Hier liest Du den kompletten Artikel, mit den fünf grundlegenden Tipps, die immer wieder vergessen gehen.

Die Umsetzung/Übung sieht so aus:

  1. Lies den Artikel mit den 5 Tipps.
  2. Wähle einen Tipp aus, den Du an Deiner nächsten Präsentation besonders beachten willst.
  3. Nimm Deine Agenda.
  4. Suche deinen nächsten Präsentationstermin.
  5. Schreibe Dir den Tipp zu dem Präsentationstermin dazu.
  6. Setzte den Tipp um.
  7. Freue Dich darüber, dass Du entweder eine grundsätzliche Technik eingesetzt hast oder es wenigstens versucht hast.

Wie immer: Übung macht den Meister. Nur wenn Du Dir die Mühe nimmst, es zu tun, hast Du die Chance besser anzukommen.

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P.S.: Weitere Tipps zu überzeugenden Präsentationen gibt es im Buch „Der Wurm muss dem Fisch schmecken„.

Smarter Einsatz des Smartphones

Ich benutze ein iPhone 6 Plus. Ich halte es für ein Wunderding. Aber egal, ob Du ein iPhonecamcorder-15734_1280 oder ein sonstiges Smartphone benutzest:   Dass es telefonieren kann, ist fast schon Nebensache. Die Funktion, auf die es mir heute ankommt, ist die Videokamera. Jedes Smartphone kann Video aufnehmen. Selbst wenn der Ton nicht besonders gut ist, dass Bild ist allemal gut genug, dass Du Dich selbst aufnehmen und danach anschauen kannst. Genau das empfehle ich Dir. Nimm Dich selbst auf und schau das Video danach kritisch an. Einmal mit und einmal ohne Ton. Dabei wirst Du viele Dinge entdecken, die wir in den vergangenen Trainiglettern besprochen haben. Viel Spass und Erkenntnisgewinn!

P.S.: Das Mädel auf dem Bild hat kein Smartphone in der Hand. Das macht aber nichts. Du kannst Dich nämlich auch mit einer anderen Kamera aufnehmen. Mit dem Smartphone hast Du einfach vermutlich weniger Aufwand.

Die Umsetzung/Übung sieht so aus:

  1. Kaufe Dir ein Stativ. (Ein cooles Modell findest Du weiter unten.)
  2. Nimm Deine nächste Präsentation mit dem Smartphone auf Video auf.
  3. Schaue Dir das Video an.
  4. Schreibe Dir 2 Aspekte auf, die Du wieder machen möchtest.
  5. Schreibe Dir 2 Aspekte auf, die du bei der nächsten Präsentation anders oder besser machen willst.
  6. Setze die beiden positiven Punkte bei Deiner nächsten Präsentation ein. Und arbeite am Verbesserungspotential.
  7. Freue Dich darüber, dass Du Dir auch selbst Feedback geben kannst. Und dass Du besser wirst.

Wie immer: Übung macht den Meister. Nur wenn Du Dir die Mühe nimmst, Dich selbst aufzunehmen, hast Du die Chance besser anzukommen.

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Stativ für Videoaufnahmen mit dem Smartphone

Originell, praktisch, schnell: Das Stativ in Pferdeform für Videoaufnahmen mit dem pferdestativ-00Smartphone. So entgeht Dir keine Präsentation mehr. Denn das Stativ ist sofort einsatzbereit. Du brauchst nur die Pferdeschnauze aufzuspannen und schon schnappt es zu. Dein Smartphone hält zielsicher auf Deine Präsentation. Die ideale Unterstützung um ein Video-Selfie zu machen. So kannst Du Dich nach er Präsentation nochmals kritisch analysieren. Ohne teure Kamera. Denn Du hast  die Kamera schon in Deinem  Smartphone. Ob iPhone 7, 6, 5, Samsung, HTC oder LG: Alle Smartphones, die weniger breit sind als 8.5 cm, passen in die Pferdeschnauze.

In meinem Shop kannst Du das Pferde-Stativ bestellen.

P.S.: Weitere Tipps zu überzeugenden Präsentationen gibt es im Buch „Der Wurm muss dem Fisch schmecken„.

Herbert Bolliger blickt auf den Bildschirm des Laptops statt ins Publikum

Herbert Bolliger: Die Migros als das Rundum-Sorglos-Paket

Herbert Bolliger, Präsident der Generaldirektion, Migros-Genossenschafts-Bund: „Die Dynamik im Handel: Globalisierung, Regionalisierung, Digitalisierung – es bleibt alles anders“

Kaufleuten Zürich, 05. Okt. 2016, 18:05 – 18:47 Uhr. Organisiert von der Zürcher Volkswirtschaftlichen Gesellschaft ZVG.

Herbert Bolliger blickt auf den Bildschirm des Laptops statt ins PublikumHerbert Bolliger hat einen spannenden Einblick in den Detailhandel der Schweiz gegeben. Im Zuge dessen hat er den Auslandseinkauf der Schweizer und die Entwicklungen im Online Handel thematisiert. In den letzten 20 Minuten ging er konkret auf die Migros ein. Insbesondere, wen wundert es, kämpft der Detailhandel mit dem günstigeren Angebot im umliegenden Ausland. Jeder 10. Schweizer Franken ist bereits dorthin abgewandert. Es ist ihm ein Dorn im Auge, dass ein Schweizer für Einkäufe unter CHF 300.- die ausländische Mehrwertsteuer zurückerhält. Das verbilligt das Herbert Bolliger blickt auf die Leinwand statt ins PublikumAngebot beispielsweise in Deutschland im Non-Food-Bereich um 19%. Zusätzlich schwierig ist die Konkurrenz aus dem Online Handel. Diesbezüglich hat sich die Migros entschieden das Feld nicht anderen zu überlassen, sondern mit Galaxus und digitec selbst gross in diesem Geschäft mitzumischen. Gemäss seinen Aussagen erfreuen sich die verschiedenen Geschäftsbereiche nicht mehr traumhafter Zuwachsraten wie noch vor 2008, sondern konnten sich wenigstens halten oder minimal steigern. Insgesamt konnte ich mich nicht des Eindruckes erwehren, dass die Migros das absolute Rundum-Sorglos-Paket anbieten will. Neuerdings wird sie sogar mit Medbase eine Kooperation für medizinische Dienstleistungen anbieten.

Thema dieses Blog-Beitrags: “Wie war der Auftritt von Herbert Bolliger aus rhetorischer Sicht?” (Eine kurze Einschätzung zur Rhetorik: 3 positive Aspekte, 3 Verbesserungspotentiale.)

Positiv sind mir aufgefallen (u.a.):

  • Titel: 3 Worte davon hören alle mit -alisierung auf. Widerspruch in „… – es bleibt alles anders“. Witzig, weckt Neugierde. Weiter so.
  • Verve: Beim Thema Volksinitiativen ist er richtig in Fahrt gekommen. Freie Rede. Blick ins Publikum. Bitte mehr davon.
  • Humor: In der Zusammenfassung hat er geschickt nochmals witzige Themen aufgenommen, die er während der Präsentation angesprochen hat: Tätowierungen einer Mitarbeiterin, das Bienen-Versprechen und das Parkplatz-Problem von Frau Ribar in Rüschlikon.

Mögliche Verbesserung / Ideen:

  • Ablesen: Gefühlte 80% seines Blicks waren auf den Folien, dem Laptop und den Folienausdrucken. Empfehlung: Mehr Blickkontakt mit dem Publikum machen.
  • Redefluss: Herbert Bolliger hatte ganz oft „einen Sprung in der Platte“, ganz oft einen Sprung in der, in der Platte. Empfehlung: Weniger Worte und weniger Satzteile wiederholen.
  • Verschränkte Arme: Die verschränkten Arme bei der Beantwortung der Fragen sollten nicht sein.

Fazit:

Ein bodenständiges Referat mit Höhen und Tiefen.

Auf der Skala von 1 (zu Hause bleiben) bis 10 (Weltmeister): 7

Dankesreden gezielt formulieren – 7 Tipps für Führungskräfte wie es richtig funktioniert

FührungskraftDankesreden sind häufig sehr langatmig und bieten wenig Unterhaltungswert. Nicht allzu selten ist das Publikum kurz vor dem Einschlafen oder nutzt die Zeit, um sich an den Abschiedshäppchen oder dem Weinangebot zu erfreuen. Die Spitze des Eisbergs: Da hat einer jahrzehntelang der Firma die Stange gehalten und kaum jemand verliert ein Wort zum Abschied. Erfreulicher ist es natürlich, wenn der Chef in seiner Rede den Ton so trifft, dass derjenige, der die Firma verlässt, echte Dankbarkeit und gerne auch ein bisschen Wehmut zu seinem Abschied verspürt. Auch die Wirkung einer Dankesrede auf die verbleibenden Mitarbeiter darf nicht unterschätzt werden.

Worin liegen die Schwierigkeiten einer Dankesrede?

Es gibt viele unterschiedliche Ursachen dafür, warum Dankesreden den meisten Führungskräften so schwerfallen. Allen voran mangelt es an der nötigen Vorbereitung und oft hat sich der Chef keine Zeit genommen, zu überlegen, was er zum Abschied sagen möchte. Dies zeigt sich in der Qualität vieler Dankesreden. Des Weiteren messen einige Führungskräfte dem Abschied eine viel zu geringe Bedeutung zu und denken sich vermutlich: „Die geschäftliche Beziehung ist ja nun vorbei. Ich möchte nicht zurückblicken, sondern an die Zukunft denken.“ Zusätzlich wollen manche Chefs nicht Gefahr laufen, die Anspruchshaltung des Mitarbeiters zum Abschied zu erhöhen.

Wie gestaltet sich die Situation in Unternehmen?

Doch es gibt auch Ausnahmen: einige Unternehmen und Vorgesetzten machen es richtig. Sie nehmen sich Zeit für die Abschiedsfeier und danken dem ausscheidendem Mitarbeiter aufrichtig – und dies auf eine spannende, emotionale und teilweise unterhaltsame Weise. Der Großteil der Unternehmen verabschiedet seine Mitarbeiter jedoch leider durch die Hintertür. Dabei übersehen viele Chefs die großartigen Chancen, die eine Abschiedsfeier oder eine Dankesrede für den Mitarbeiter bieten. Der Mitarbeiter ist auch nach dem Ausscheiden nicht aus der Welt und prägt den Ruf des ehemaligen Unternehmens auch an seinem neuen Arbeitsort mit. Glückliche Mitarbeiter – wenn auch ehemalige – sind immer ein Zugewinn für ein Unternehmen.

Wie gestalten Sie eine Dankesrede richtig?

  1. Bereiten Sie sich auf die Dankesrede vor!

Eine angemessene Vorbereitung beinhaltet vor allen Dingen die Überlegungen, welche Geschichten oder besondere Eigenschaften des Mitarbeiters Sie hervorheben möchten. Hat der ausscheidende Mitarbeiter einen über die normale Pflichterfüllung hinausgehenden Einsatz – beispielsweise in einem Projekt – geleistet? War er überaus zuverlässig? Die Erwähnung dieser Eigenschaften und Tätigkeiten weckt Emotionen beim Publikum und fesselt sie zugleich.

  1. Seien Sie ehrlich und halten Sie die Rede größtenteils frei!

Nur frei vorgetragene Reden haben einen positiven Einfluss auf die Zuhörer, abgelesene Texte wirken hingegen langweilig und wenig ehrlich. Blickkontakt mit den Anwesenden wird Ihnen zudem die Aufmerksamkeit der Anwesenden sichern, da sie sich direkt angesprochen fühlen werden.

  1. Übung macht den Meister: Proben Sie die Rede!

Mit einer Dankesrede verhält es wie mit einem Theaterstück: Keiner würde ein Stück auf der Bühne vortragen, ohne es vorher intensiv geprobt zu haben. Leider ist nur wenigen Menschen die Gabe gegeben, eine spontane und aufregende Rede zu halten. Aber eines ist sicher: das größte Geschenk für den ausscheidenden Mitarbeiter ist eine einfühlsame und ehrlich gemeinte Rede. Natürlich nur wenn sie gut vorbereitet ist.

  1. Geschenke machen Freude!

Das Geschenk bereitet dem Mitarbeiter umso mehr Freude, wenn es etwas ist, das sich der Beschenkte gewünscht hat oder das ihn positiv überrascht. Versuchen Sie dabei etwas kreativer zu sein. Ein Blumenstrauß oder eine Flasche Wein werden dem Mitarbeiter nicht in Erinnerung bleiben, ein personalisiertes Geschenk hingegen schon. Eine gute Beziehung mit der Person ist Ihnen auch bei möglichen, späteren Berührungspunkten damit gesichert.

  1. Bringen Sie Humor ins Spiel – es darf gelacht werden!

Wenn es zur Situation, zum Mitarbeiter und Ihnen passt, darf gerne auch ein Quäntchen Humor eingebaut werden. Was gibt es Schöneres, wenn trotz Abschied nochmals herzlich gelacht werden kann? In jedem Fall werden Sie das Publikum damit unterhalten und der Mitarbeiter verliert sogar ein wenig seiner Anspannung.

  1. Vergessen Sie nicht die Zeit!

Eine rhetorisch gut vorgetragene Rede darf gerne 5 – 10 Minuten dauern. Wenn die eigenen rhetorischen Fähigkeiten eher gering ausgeprägt sind, sollten Sie die Rede etwas verkürzen und – zur Auflockerung – auch gerne andere Mitarbeiter sprechen lassen, die beispielsweise viel mit dem ehemaligen Mitarbeiter zusammengearbeitet haben.

  1. Sorgen Sie für einen passenden Rahmen!

Eine Dankesrede für den Mitarbeiter darf insbesondere in der Schweiz im Rahmen eines Apéros stattfinden. Eine Kleinigkeit zu Trinken und zu Essen während der Abschiedsfeier zeigt die Wertschätzung Ihrerseits und des Unternehmens für den Mitarbeiter. Vielleich lädt der Mitarbeiter sogar selbst ein? Dann müssen Sie sich definitiv Zeit nehmen, an der Feier teilzunehmen. Sicherlich werden Sie dann auch gebeten, ein paar Worte zu sagen. Wenn Sie die vorherigen Punkte beachten, wird Ihnen diese Bitte sicher keinerlei Schwierigkeiten bereiten.

Was sollten Sie vermeiden?

  • Dankesreden sollten nicht als Anlass für eine schlechte Beurteilung gesehen werden.
  • Dankesreden sollen jedoch auch nicht nur in Lobhymnen enden. Das Publikum wird solche Übertreibungen durchschauen und an dem Wahrheitsgehalt der Rede zweifeln.
  • Die Rede sollte nicht von einem Manuskript abgelesen werden.
  • Die Rede sollte sich unbedingt von einer vorherigen Rede unterscheiden, sofern mehrere Abschiede hintereinander gefeiert werden.
  • Geben Sie dem Publikum oder dem Mitarbeiter die Möglichkeit, sich nach der Rede noch mit Ihnen auszutauschen. Ein sofortiger Abgang ist höchst unhöflich.

Erschienen am 6. April 2016 in www.capital.de

Wie immer: Übung macht den Meister. Nur wenn Sie sich die Mühe machen, die Tipps umzusetzen, dann haben Sie die Chance eine gute Dankesrede zu halten.

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