LAUT!!!!111!! – Ich versteh’s auch, wenn du normal redest

Lautstärke beim RedenLautstärke beim Reden

Besonders laute Zeitgenossen begegnen uns immer wieder im Leben. Und dabei geht es nicht nur um den Nachbarn, der täglich quer durch den Garten brüllt. Auch die Körpersprache kann zu laut sein, wenn während einer Rede buchstäblich ein Flugzeug eingewunken wird. Sogar im Internet trifft man auf diese Zeitgenossen. Sie schmücken ihre Aussagen gerne mit Ausrufezeichen!!!! Oder GROSSBUCHSTABEN!!!! ODER GROSSBUCHSTABEN UND VIELEN AUSRUFEZEICHEN!!!!!!! Doch eins ist so sicher wie das Amen in der Kirche: nur weil man etwas laut sagt, kommt es noch lange nicht beim Empfänger an. Egal ob persönlich oder im Netz. In diesem Beitrag geht es um die Lautstärke beim Reden.

Wie Du mit der Lautstärke umgehen kannst, erfährst Du in meinem jüngsten Radiobeitrag hier auf Hochdeutsch.

Herr Skipwith, warum herrscht denn immer noch der Irrglaube, dass etwas nur ankommt, wenn man es LAUT sagt?

Auch Körpersprache kann ja laut sein. Wie genau sieht das aus?

Sie sagen ja auch, man sollte seine Lautstärke dem Publikum anpassen. Gilt das auch bei Gesten?

Gehen wir mal auf die Schriftebene: selbst DA kann man ja laut sein. Das wirkt aber auch nicht besonders höflich, oder?

Haben sie noch ein paar praktische Tipps für jemanden, der sich gerade ertappt fühlt?

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Körpersprache: Siamesische Zwillinge

Körpersprache: Siamesische Zwillinge

Körpersprache: Siamesische ZwillingeDu hast es vermutlich auch schon beobachtet: Es gibt Redner, die ihre Hände in einem metronomischen Rhythmus auseinander- und zusammenführen. Diese sogenannte Parallelgestik lenkt ab. Sie erinnert im übertragenen Sinne an siamesische Zwillinge: beide Hände machen immer das Gleiche. Vermeide sie. Im Video mit Thomas Skipwith siehst Du was gemeint ist: „Siamesische Zwillinge oder Parallelgestik“.

Die Umsetzung/Übung sieht so aus:

  1. Schau Dir das Video an.
  2. Nimm Deine eigene Präsentation auf Video auf.
  3. Schalte den Ton aus.
  4. Schau Dir Deine Körpersprache an.
  5. Entscheide, ob Deine Hände (zu oft) wie siamesische Zwillinge daherkommen.
  6. Freue Dich darüber, dass Du das nächste Mal eher in der Lage sein wirst eine abwechslungsreiche Gestik einzusetzen.

Wie immer: Übung macht den Meister. Nur wenn Du Dir die Mühe nimmst, Dich selbst aufzunehmen, hast Du die Chance besser zu werden.

ALLES KLAR? 🙂

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Mund halten oder aufmachen: So vermeiden Sie unangenehme Situationen in Aufzügen

Mund halten oder aufmachen: So vermeiden Sie unangenehme Situationen in Aufzügen

Mund halten oder aufmachen: So vermeiden Sie unangenehme Situationen in AufzügenWer kennt nicht die Situation? Mit einem leisen Ding! öffnet sich die Aufzugstür, Sie steigen ein und nicken dem Vorstands-vorsitzenden kurz zu. Es folgt beklemmendes Schweigen und der Blick geht den Boden oder bleibt an der Stockwerksanzeige hängen. Die unangenehme Stille wird nur durch den inneren Kampf unterbrochen: Soll ich schweigen oder einen Smalltalk beginnen? Kann die begrenzte Zeit zwischen den Stockwerken überhaupt für ein Gespräch genutzt werden? Die Antwort lautet: JA!

Doch warum fällt es uns so schwer, ein Gespräch in Aufzügen zu beginnen?

Grundsätzlich fürchtet ein jeder von uns, abgelehnt zu werden oder sich lächerlich zu machen. Man könnte ja unbewusst etwas Falsches sagen oder der Vorstandsvorsitzende könnte denken: “Was ist das für eine blöde Frage?”. Aus diesen Gründen bleibt man lieber stumm und versucht die Aufzugsfahrt schnell hinter sich zu bringen. Dieses Verhalten findet sich nicht nur im beruflichen Umfeld wieder, sondern hat sich auch im privaten Leben etabliert. Kaum einer traut sich in einer Bar das andere Geschlecht anzusprechen und wenn es einer doch tut, bewundern wir ihn dafür.

Wie gestaltet sich die Situation in Unternehmen?

Manchen Führungskräften fällt es leicht, jederzeit ein Gespräch zu beginnen, andere scheuen sich in Aufzügen gar Blickkontakt herzustellen. Letzteres endet häufig in einer verpassten Chance, ein lockeres Betriebsklima zu schaffen. Denn es ist nicht von der Hand zu weisen, dass ein lockeres Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden im Aufzug eine darauffolgende Begegnung mit ihm angenehmer gestalten wird. Die Basis für eine lockere Gesprächskultur kann schon damit gelegt werden, dass sich im Büroflur gegrüßt wird. Fehlt diese Basis, ist es nicht verwunderlich, dass auch der gängige Small Talk schwerfällt.

Wie funktioniert es richtig?

Es braucht vier Dinge: Mut, Vorbereitung, Spontanität und eine positive mentale Einstellung.

Versuchen Sie sich in täglichen Mutproben!

Jemanden anzusprechen erfordert Mut. Ganz unter dem Motto “Probieren geht über Studieren” sollten Sie es immer wieder versuchen. Am besten üben Sie, noch bevor Sie den Vorstandsvorsitzenden im Aufzug antreffen. Als Übung eignen sich viele Gelegenheiten, wie beispielsweise ein Treffen an der Kaffeemaschine, im Sportclub oder in der Mittagspause. Wer es ernst meint und wirklich mutiger werden will, sollte sich Ziele setzen. Probieren Sie es mit “Heute werde ich mit fünf Personen Small Talk halten” oder mit “Heute spreche ich fünf Kollegen aus der Führungsebene auf ein Thema aus unserer Industrie an.” Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn es nicht in fünf von fünf Fällen klappt. Am ersten Tag gelingt es vielleicht nur einmal, am darauffolgenden Tag vermutlich zwei Mal und schließlich immer öfter. Ihr Durchhaltevermögen und der Wille besser zu werden sind entscheidend.

Bereiten Sie sich vor!

Für ein gelungenes Gespräch benötigt es Vorbereitung. Diese umfasst die Themensuche, die unter anderem auch Themen zur Politik, zum Unternehmen oder zur Wirtschaft beinhaltet. Themen für einen leichten Small Talk sind beispielsweise das Wetter, das Mittagessen oder Sport. Tiefgründigere Themen können z.B. der Einfluss der Globalisierung auf die Zukunft des Unternehmens sein. Beispielhaft könnten Sie folgendermaßen starten: “Hallo Herr Meyer. Sie, ich glaube ich habe da etwas Interessantes für Sie. …” Je nach Situation und Person sind Sie bereit etwas zu sagen. Wenn Sie im Aufzug tatsächlich mit dem Vorstandsvorsitzenden zusammentreffen, dann empfiehlt es sich grundsätzlich ein Thema anzusprechen, das seinem Stand im Unternehmen entspricht. Also beispielsweise Führungsthemen, strategische Ziele oder spezifische Entwicklungen in der Industrie. Möglicherweise wissen Sie aber auch über priorisierte Freizeitaktivitäten des Vorstandsvorsitzenden Bescheid, z. B. dass er gerne Ski läuft. Wenn es möglicherweise zu diesem Zeitpunkt heftigen Schneefall gibt, haben Sie einen leichten Start in den Small Talk und können locker zum eigentlichen Thema (Ski fahren) übergehen.

Seien Sie spontan!

Spontanität hilft Ihnen die Situation und die Person Ihnen gegenüber mit einzubeziehen. Wenn Sie also z.B. beobachten, dass der Vorstandsvorsitzende eine Tasche mit der Aufschrift “Sprüngli” mit sich trägt, dann könnten Sie ihn darauf ansprechen und fragen, ob es sich um ein Geschenk handelt. Auch Spontanität lässt sich üben, aber es braucht auch hierfür ein Quäntchen Mut. Egal ob Sie sich bereits heute für spontan halten oder nicht, versuchen Sie es einfach. Es gibt allerlei Möglichkeiten, die es Ihnen erlauben, etwas zu sagen: Die Elton-John-ähnliche Brille, der fehlende 13. Stock in amerikanischen Aufzügen oder die außergewöhnliche Geschichte in der Morgenzeitung. Ein klassischer Einstieg kann auch sein: “Haben Sie schon gewusst, dass …? Wo sehen Sie – einfach spontan – die Vor- und Nachteile?”

Eine positive mentale Einstellung ist das A und O!

Ganz nach dem Sprichwort: “So wie ich in den Wald rufe, so schallt es zurück.”, ist Ihre eigene Einstellung grundlegend für den Erfolg. Wenn Sie überzeugt sind, dass Sie gut ankommen werden, ist die Wahrscheinlichkeit ungleich größer, dass Sie auch tatsächlich gut ankommen werden. Umgekehrt kann es jedoch auch mit allergrößter Wahrscheinlichkeit peinlich für Sie werden, wenn Sie sich denken “Ui, das wird peinlich.”. Wie können Sie zu einer positiven Einstellung kommen? Visualisieren Sie Ihren Erfolg. Gerne können Sie die Augen schließen und sich vorstellen, wie das Gespräch im Aufzug positiv abläuft. Stellen Sie sich den Aufzug vor, wie es dort riecht und was Sie dort hören. Hören und sehen Sie den Wortwechsel bildlich vor sich.

Was sind No Go´s?

  • Vermeiden Sie es, betreten zur Seite zu schauen! Diese Geste zeugt von wenig Selbstvertrauen.
  • Bestehen Sie nicht auf Small Talk, wenn der Gegenüber signalisiert, dass er kein Interesse an einem Gespräch hat. Diese Signale können unter anderem der Blick auf den Boden oder an die Stockwerksanzeige, verschränkte Arme oder das Tippen auf dem Smartphone sein. Das Gespräch soll locker und auf keinen Fall gezwungen sein.
  • Achten Sie auch auf kulturelle Eigenheiten. Mittlerweile gibt es in den USA augenscheinlich Firmen, die darauf Wert legen, dass ein Mann nie mit einer Frau alleine im Aufzug fährt.

Erschienen am 9. März 2016 in www.capital.de.

Wie immer: Übung macht den Meister. Nur wenn Du Dir die Mühe nimmst, Dich selbst aufzunehmen, hast Du die Chance besser zu werden.

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Der Blog rhetorikcoaching zieht um.

Neue Website – neues Plätzchen für den Blog.

Der Blog rhetorikcoaching zieht um.Nachtrag: Das mit dem Umzug verzögert sich. Denn leider habe ich mit meinem Dienstleister ganz schlechte Erfahrungen gemacht. Wie es so schön heisst: “Zurück auf Feld 1.” Na ja, beim zweiten Anlauf wird es wohl hoffentlich klappen. Ich wage einen neuen Termin zu nennen: Mai 2016. Bis dahin wird es weiterhin Blogbeiträge auf dieser Seite geben.

März 2016, Oberwil-Lieli (bei Zürich): Dieser Blog rhetotikcoaching wird voraussichtlich im Oktober 2016 umziehen. Neu wird er auf www.thomas-skipwith.com zu lesen sein. Weshalb? Die Website www.thomas-skipwith.com erfährt ein Redesign, damit sie “responsive” wird – damit sie auch auf mobilen Geräten gut lesbar wird. Im Zuge dessen, habe ich mich entschlossen den Blog nicht mehr separat auf WordPress zu führen, sondern in die Website zu integrieren. Die Hoffnung ist natürlich, dass noch mehr Besucher von den Inhalten meiner Website profitieren werden. Und wenn dadurch der eine oder andere meine Dienstleistung in Anspruch nimmt oder eines meiner Produkte kauft, macht es mich zusätzlich glücklich. Also, demnächst auf ein Wiedersehen auf www.thomas-skipwith.com.

Selbst Zwerge können Grosses leisten

Selbst Zwerge können Grosses leisten

Selbst Zwerge können Grosses leistenWir haben das Thema schon mehrmals besprochen: Analogien können ein Thema verständlicher machen und bleiben normalerweise besser haften. Heute darf ich ein konkretes Beispiel teilen, wie einer meiner Trainingletter-Leser seine Präsentation bemerkenswerter gemacht hat.

Stephan Stücklin, Leiter Metallographielabor bei der Swiss Steel AG, hat sich eine kreative Idee einfallen lassen: Er verwendet Gartenzwerge, um die Bewertung nichtmetallischer Einschlüsse im Stahl zu erklären.

Er führt die Analogie mit den folgenden Worten ein: „Einschlüsse sind wie Gartenzwerge: lokalisiert auftretende unerwünschte Fremdkörper.“ Das Thema anhand von Gartenzwergen zu präsentieren ist um ein Vielfaches interessanter und bemerkenswerter als die Auswertung ausschliesslich mit mathematischen Formeln der Statistik zu machen.

So sieht beispielhaft eine der Folien aus:

Selbst Zwerge können Grosses leisten

Gemäss seiner Aussage sind seine Zuhörer immer voll bei der Sache resp. bei den Zwergen. Ich kann das gut nachempfinden.

Die Umsetzung/Übung sieht so aus:

  1. Nimm Deine nächste Präsentation zur Hand.
  2. Erzähle einem Kollegen die zentrale Idee daraus.
  3. Überlegt zu zweit, was es für eine Analogie zu diesem Thema passt.
  4. Schaue Dir Präsentationen von Kollegen an, die zum selben Thema wie Du präsentieren.
  5. Schaue Dir z.B. TED-Videos an, die zum selben Thema wie Du präsentieren.
  6. Wähle eine Analogie aus.
  7. Feile an der Wortwahl für die Analogie.
  8. Präsentiere mit der Analogie.
  9. Freue Dich, dass Dich Deine Zuhörer einfacher verstehen und dass ihnen das, was Du erzählt hast, besser haften bleibt.

Wie immer: Übung macht den Meister. Nur wenn Du Dir die Mühe nimmst, eine Analogie zu suchen, hast Du die Chance eine zu finden. Wie heisst es so schön: „Wer sucht, der findet.“

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Merkel Raute

Tipp zur Körpersprache: Die Priesterhaltung

Merkel-Raute, verschränkte Arme und Priester-Haltung: „Wie soll ich bloss meine Hände halten?“ ist eine häufige Frage in meinen Rhetorik-Merkel RauteTrainings. Ob und wie Du Deine Hände halten kannst und sollst, erklärt Dir Thomas Skipwith im folgenden YouTube-Video „Die Priesterhaltung“.

Die Umsetzung/Übung sieht so aus:

  1. Schau Dir das Video an.
  2. Nimm Deine eigene Präsentation auf Video auf.
  3. Schalte den Ton aus.
  4. Schau Dir Deine Körpersprache an.
  5. Entscheide, ob Du die Priesterhaltung (zu oft) einnimmst.
  6. Freue Dich darüber, dass Du das nächste Mal eher in der Lage sein wirst die richtige Haltung einzunehmen.

Wie immer: Übung macht den Meister. Nur wenn Du Dir die Mühe nimmst, Dich selbst aufzunehmen, hast Du die Chance besser zu werden.

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Ich wünsche Dir viel Erfolg!

Thomas Skipwith

Susanne Ruoff: Immer wieder bestärkende Gesten.

Susanne Ruoff: Die Post will die neuen Herausforderungen im digitalen Zeitalter annehmen

Susanne Ruoff, Konzernleiterin, Die Post: “Die Post im digitalen Zeitalter”

Kongresshaus Zürich, 09. Dez. 2015, 18:05 – 18:35 Uhr. Organisiert von der Zürcher Volkswirtschaftlichen Gesellschaft ZVG.Susanne Ruoff steht brav hinter dem Rednertisch.

Frau Ruoff hat in ihrem Vortrag vergangene, bisherige und neue digitale Dienstleistungen der Post beschrieben: von der Gotthard-Postkutsche   bis zur Paketlieferung per Drohne. Das neue Geschäftsmodell der Post umfasst den Transport von Waren, Personen, Geld und Informationen. Insbesondere gehe es darum neue Konkurrenten in Schach zu halten, auszustechen oder noch besser: vom Markteintritt abzuhalten. Im letzten Drittel hat sie darauf hingewiesen, dass die Post einen gesetzlichen Auftrag zur Grundversorgung hat. Um diesen Auftrag zu erfüllen und finanzieren zu können, plädierte sie dafür das Restmonopol beim Briefversand (bis 50 Gramm) behalten zu dürfen.

Thema dieses Blog-Beitrags: “Wie war der Auftritt von Konzernleiterin Susanne Ruoff aus rhetorischer Sicht?” (Eine kurze Einschätzung zur Rhetorik: 3 positive Aspekte, 4 Verbesserungspotentiale.)

Positiv sind mir aufgefallen (u.a.):

  • Susanne Ruoff: Immer wieder bestärkende Gesten.Energie: Frau Ruoff hat ihre Präsentation mit Energie vorgetragen. Ich hatte den Eindruck sie steht hinter dem was sie sagt. Das hat sie auch mit ihrer aufrechten Körperhaltung und viel Blickkontakt unterstrichen.
  • PowerPoint-Folien: Die Folien waren auf ein Minimum reduziert. Meistens ein Bild über die gesamte Leinwand mit einer Leitidee. Entsprechend viel Zeit hat sie zu jeder Folie gesprochen.
  • Diplomatisch: (a) Sie hat versucht einen Mittelweg zu beschreiben. Das verhindert starke Opposition. Es gehe ihr um ein “Sowohl als auch”. Sowohl bisherige Dienstleistungen als auch neue digitale Dienstleistungen (Beispiel: TWINT, eine mobile Zahlungslösung für Smartphones). (b) Das Postgeheimnis wird gewahrt. Das wirkt vertrauensbildend. (c) Sie will das Restmonopol bei der Briefpost behalten, würde sich aber einem gegenteiligen Entscheid des Parlaments (selbstverständlich) anpassen.

Mögliche Verbesserung / Ideen:

  • Formulierungen: Manche Sätze wurden grammatikalisch nicht zu Ende geführt. Das ist meines Erachtens in diesem Setting nicht so schlimm. Wo ich ein größeres Verbesserungspotential orte, ist, bei den Konjunktiv-Formulierungen: “Ich möchte …” (“Ech wet …”). Empfehlung: Die Konjunktive ersetzen mit dem Indikativ: “Ich will ihnen einen Einblick geben …”PowerPoint: Der Text springt aus den Textboxen.
  • PowerPoint-Folien: Einige Textfelder sind aus der Textbox gesprungen. Einerseits hat sie sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen lassen. Andererseits empfehle ich immer vorher die Folien (auf einem fremden Laptop) zu testen.
  • Schluss: “Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und ich freue mich auf ihre Fragen.” Ist m.E. weniger stark als z.B.: “Ich wünsche mir, dass Sie uns treu bleiben. Wir werden alles daran setzen, dass das so ist und bleibt. Auch im digitalen Zeitalter.” Damit wäre ein Appell eingebaut und der Kreis zum Thema der Präsentation geschlossen.
  • Zahlen / Daten / Fakten: Ich hätte mir gewünscht mehr Zahlen zu erfahren. Beispielsweise: Wie stark nehmen herkömmliche Geschäftsfelder ab und neue, digitale Geschäftsfelder zu? Werden die neuen Dienstleistungen bisherige Umsatzeinbrüche wettmachen?

Fazit:

Ein abwechslungsreiches Referat. Frau Ruoff hat viele rhetorische Mittel gut eingesetzt. An ein paar Punkten darf sie noch feilen. Weiter so.

Auf der Skala von 1 (zu Hause bleiben) bis 10 (Weltmeister): 7.5

Eine Idee soll haften bleiben.

Wie präsentiere ich eine Botschaft so, dass sie haften bleibt?

Eine Idee soll haften bleiben.

Eine Idee soll haften bleiben.

Viele Präsentationen sind zum Sterben langweilig. Deren Inhalte gehen durch das eine Ohr rein und durch das andere Ohr wieder raus. Dies ist bei Schülern wie bei Erwachsenen gleich. Wer wissen will, wie man eine Botschaft unvergesslich macht, sollte diesen Beitrag bis zum Schluss lesen.

Die Frage, die sich stellt, ist: Wie kann ich eine Idee präsentieren, so dass sie nicht gleich wieder vergessen geht – so dass sie haften bleibt? Oder noch besser: so dass die Zuhörer motiviert sind, etwas zu tun? Chip und Dan Heath haben hierzu das m.E. lesenswerte Buch “Made to stick. Why some ideas survive and others die.” geschrieben.

Die Kraft der Analogie

Eine Idee aus dem Buch, die mir besonders gut gefallen hat, war die Aufgabenstellung, die sich vielen Lehrern stellt*:

Wie mache ich Algebra für meine Schüler attraktiv? Denn diese fragen immerzu: “Weshalb soll mich das interessieren? Das werde ich doch eh nie brauchen!”

Die Autoren stellen drei Antworten vor.

  • Die 1. Variante wurde an einer Lehrerkonferenz entwickelt. Verkürzt soll es da folgende Antwort gegeben haben: Algebra stellt Methoden zur Verfügung, welche es erlauben etwas Spezifisches zu verallgemeinern. Es beinhaltet Muster zu entdecken, die in einer Menge vorhanden sind, und entwickelt die Sprache, welche notwendig ist, um  darüber nachzudenken und mit anderen zu kommunizieren.
  • Die 2. Variante wurde von Antworten aus dem Internet inspiriert: Du brauchst Algebra um die Prüfung zu bestehen. Algebra dient als Basis für fortführende Kurse in Mathematik. Algebra hilft Dir im Alltag z.B. beim Kauf eines Hauses.
  • Die 3. Variante stammt von Dean Sherman, einem Mittelschullehrer. Seine Antwort war sinngemäß: “Nie. Du wirst es nie brauchen.” Um dann eine Analogie aus dem Kraftstudio zu bringen. Dort ist es ja auch nicht so, dass jemand Gewichte hebt für den Tag an dem er von jemandem niedergeschlagen und mit einer Hantel am Boden fixiert wird. Nein, die Gewichte werden gehoben um die Muskeln zu stärken, um im Sport besser abzuschneiden, um Einkäufe zu tragen, um die Kinder in den Arm nehmen zu können ohne danach Rückenschmerzen zu verspüren. Genauso ist es mit Algebra: Algebra-Übungen sind dazu da die logische Denkfähigkeit zu verbessern, damit Du ein besserer Rechtsanwalt, Arzt, Architekt, Gefängniswärter, Vater oder Mutter wirst. Algebra ist wie mentales Muskeltraining.

Vielleicht geht es Dir wie mir: Die 1. Antwort ist zu abstrakt. Ich musste sie mehrmals lesen, bevor ich eine Chance hatte, sie zu verstehen. Obwohl ich selbst Algebra in der Schule hatte. Die 2. Antwort gefällt mir schon besser, denn sie zeigt immerhin einen Nutzen, den ich aus dem Algebra-Studium habe. Von der 3. Antwort bin ich schlichtweg begeistert. Sie ist zwar die Längste, sie ist aber auch die Antwort, welche meines Erachtens das grösste Potential hat, in Erinnerung zu bleiben und eine Handlung auszulösen.

  • Die Antwort beginnt überraschend.
  • Sie nutzt die Kraft der Analogie.
  • Sie ist bildlich.
  • Sie appelliert an höhere Bedürfnisse wie Lernen und Selbstverwirklichung.

Viele Unternehmer, Führungskräfte, Techniker, Außendienstmitarbeiter und Politiker sind oft in derselben Situation, wenn sie den Kollegen oder Kunden etwas verständlich erklären sollen. Eine Analogie kann die Lösung sein.

Rhetorik-Tipp: 3-Gelenk-Regel

Rhetorik-Tipp zur Körpersprache: Lautstärke mit der 3-Gelenk-Regel

Rhetorik-Tipp: 3-Gelenk-RegelBeim Thema Lautstärke denken die meisten nur an die Lautstärke der Stimme. Doch da gibt es noch mehr.

Stell Dir vor, Du bist in einem kleinen Sitzungszimmer mit 5 Leuten. Einer hält eine Präsentation. Er reisst seine Arme hoch zu einer Pose wie die der Statue von Christus, der Erlöser, in Rio de Janeiro. Dein Bauchgefühl sagt Dir: „Hier stimmt etwas nicht.“ Ja, genau. Wenn Du genauer wissen willst, was nicht stimmt, dann schaue Dir die Details im Video hier an:
„Körpersprache und Lautstärke“ oder „Aller guten Dinge sind drei“.

Die Umsetzung/Übung findest Du ebenfalls auf dieser Seite: „Körpersprache und Lautstärke“ oder „Aller guten Dinge sind drei“.

Wie immer: Übung macht den Meister.

Wenn Dir der Tipp gefällt, dann teile ihn doch einfach in den sozialen Medien wie Facebook, XING und Co..

Wie immer: Übung macht den Meister. Nur wenn Du den Tipp zu Herzen nimmst, wird es Deinem Publikum beim nächsten Mal leichter fallen Dir seine Aufmerksamkeit zu schenken.

Demnächst gibt es wieder eine neue Folge wie Du die Körpersprache für Präsentationen optimal einsetzen kannst. Falls Du das nicht verpassen willst und die wichtigsten Tipps und Tricks für Deine Präsentationen haben möchtest, dann schreibe Dich in unseren Trainingletter ein.

Ich wünsche Dir viel Erfolg!

Thomas Skipwith

P.S.: Weitere Tipps zu überzeugenden Präsentationen gibt es im Buch “Der Wurm muss dem Fisch schmecken“.

Analogie Fussball

Fussball als anschauliche Analogie

Analogie FussballEin meines Erachtens sehenswerter Redner ist Daniele Ganser, Friedensforscher und Historiker aus der Schweiz. Er schafft es immer wieder meine Aufmerksamkeit während fast 2 Stunden zu halten, obwohl die Inhalte schwer verdauliche Kost sind. Ich habe mich gefragt: “Wie macht er das?” Die Erkenntnis aus dieser Analyse kann auch Deine nächste Präsentation viel einfacher verständlich machen.

Er arbeitet u.a. mit Analogien. Er vergleicht also einen Sachverhalt mit einem anderen. Den einen Sachverhalt, den wir noch nicht kennen, vergleicht er mit einem Sachverhalt, den wir bereits kennen. Und schon macht es beim Publikum “klick”. In diesem Beitrag will ich eine Analogie erwähnen, die er in seiner Vorlesung: “Regime-Change in der Ukraine?” eingesetzt hat.

Daniele Ganser vergleicht einen Regimewechsel (regime change) mit dem Auswechseln eines Spielers beim Fußball. Jeder kennt das : Der Trainer, einer von außerhalb des Spiels, greift ins Spiel ein und hofft durch die Auswechslung, dass das Spiel anders verläuft. Natürlich, aus Sicht des Trainers, besser als vorher. Genauso ist es bei einem Regimewechsel: Jemand von außerhalb will einen der bisherigen Spieler, in diesem Fall den Regierungschef, auswechseln. Ebenfalls mit dem Ziel, dass die Resultate anders sein werden.

Analogien können natürlich für alle Themen eingesetzt werden: Technische Themen, Produktpräsentationen, Jahresabschlüsse etc.

Im folgenden YouTube-Video beginnt die Erklärung der Fussball-Analogie ab Minute 02:36 und dauert bis Minute 04:53.

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