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Keine Fehler Machen

Was haben eine Bewerbung und eine Präsentation gemeinsam? Sie dürfen keine Fehler enthalten.

Teil 3 der Serie: Wie bewerbe ich mich richtig?

In nur einer Woche hatte ich es mit 3 Bewerbern zu tun. Interessanterweise machten Sie alle zwei vermeidbare Fehler. (1) Alle hatten die Bewerbung bereits abgeschickt, bevor sie jemanden darum gebeten hatten, die Bewerbung durchzusehen. (2) Es gab mehrere Rechtschreibfehler.  Auf einem der Lebensläufe gab es sogar sechs (!) Fehler.

Ein potentieller Arbeitgeber verzieht bei Fehlern das Gesicht.

Was geht mir durch den Kopf, wenn ich eine fehlerhafte Bewerbung sehe? Der Bewerber oder die Bewerberin nimmt es nicht so genau. Wenn sie schon bei einem so wichtigen Dokument wie der Bewerbung Fehler macht, wie arbeitet sie dann im Alltag?! Ich bin überzeugt, dass viele Arbeitgeber genauso denken.

Mit dem Bewerbungsschreiben versucht sich ein Bewerber ins beste Licht zu rücken. Ein Bewerbungsschreiben ist wie eine schriftliche Präsentation seiner selbst.

Ähnlich ist es bei einer Live-Präsentation. Bei einer Live-Präsentation spielt es auch eine Rolle, ob es auf der Folie Rechtschreibfehler hat oder nicht. Fehler zehren an der Glaubwürdigkeit. Also auch hier: Vorher soll jemand die Folien durchsehen.

Mit anderen Worten: (1) Es lohnt sich jemanden zu bitten die Bewerbung zu lesen, bevor ich sie verschicke. (2) Je weniger Rechtschreibfehler, desto besser. Ziel: Null Fehler.

Bonus-Tipp: Bevor ich die Bewerbung verschicke, lasse ich sie zwei Tage in einer Schublade ruhen. Danach sehe ich sie mit neuen Augen. Und sehe die meisten Fehler und möglichen Verbesserungen von selbst. Genau dasselbe gilt für Präsentationen!

Ich wünsche den Bewerbern mehr Erfolg bei der nächsten Bewerbung.

P.S.: Wie sich ein Redner gut präsentiert, erklären wir Ihnen in unseren Workshops und Trainings. www.thomas-skipwith.com.

P.P.S.: Den gröbsten Schreibfehler den jemand begehen kann, ist der, dass er den Namen der Firma falsch schreibt. Z.B. McKinsley statt McKinsey.

P.P.S.: Jetzt bleibt mir nur noch zu hoffen, dass ich nicht selbst auch Schreibfehler gemacht habe.

Bewerbung Absender

Was haben eine Bewerbung und eine Präsentation gemeinsam? Der Absender

Teil 2 der Serie: Wie bewerbe ich mich richtig?

Wie in Teil 1 erwähnt, habe ich vor ein paar Tagen eine Spontanbewerbung per E-Mail erhalten. Im Feld “Von” stand der Vorname des Absenders. Nur der Vorname. Er war ausschliesslich mit Kleinbuchstaben geschrieben.

Folgende Gedanken gingen mir durch den Kopf:

Bei einer Spontanbewerbung kennt der Empfänger den Bewerber noch nicht. Wenn da nur “maria” steht, dann vermute ich Spam dahinter. In vielen Fällen wird die E-Mail von mir dann gleich gelöscht.

Deshalb empfehle ich der Bewerberin im Absender den vollen Namen zu nennen, z.B. Maria Hauser. Und die Namen jeweils mit einem Grossbuchstaben zu beginnen. Das steigert die Chancen, dass ich die E-Mail lese. Altmodisch? Vielleicht. Aber in meinem Fall (und vermutlich in den meisten Personalabteilungen) publikumsgerecht.

Bei einer Präsentation ist es genauso. Wenn das Publikum nicht weiss, wer die Präsentierende ist, dann nehmen die Chancen ab, dass sie überhaupt zum Vortrag erscheinen. Und/oder falls sie doch gekommen sind, zuzuhören.

Ich wünsche der Bewerberin mehr Erfolg bei der nächsten Spontanbewerbung.

P.S.: Ob und wie sich ein Redner vorstellen soll, erklären wir Ihnen in unseren Workshops und Trainings. www.thomas-skipwith.com.

Bewerbung Anschrift

Was haben eine Bewerbung und eine Präsentation gemeinsam? Die Anrede

Teil 1 der Serie: Wie bewerbe ich mich richtig?

Vor ein paar Tagen habe ich eine Spontanbewerbung per E-Mail erhalten. Ein 4-Zeiler mit einem pdf-Anhang.

Was gefällt mir daran? Die Person zeigt Initiative.

Was gefällt mir NICHT? Im heutigen Blogbeitrag will ich nur einen Punkt hervorheben: Die Anrede. Der 4-Zeiler beginnt mit: “Sehr geehrte Damen und Herren”. Die Bewerberin macht sich nicht mal die Mühe mich mit Namen anzuschreiben. Mein Name ist durch eine kurze Google-Recherche oder einem Besuch auf meiner Firmen-Website leicht ersichtlich. Ein bisschen Recherche darf sein. Wenigstens um herauszufinden, wer der richtige Ansprechpartner ist.

Eine Bewerbung und eine Präsentation haben vieles gemeinsam. U.a. dass ich mich im besten Licht präsentieren will. Je persönlicher ich beides gestalten kann, desto grösser wird die Wahrscheinlichkeit, dass mein Anliegen nicht gleich von Anfang an im Rundordner landet.

Eine gute Bewerbung fängt für mich mit einer persönlichen Anrede an. Dafür ist ein Standardbrief ungeeignet. Wenn mir das bei einer Präsentation ebenfalls gelingt, ohne langatmig zu werden, dann bin ich auf dem richtigen Weg.

Ich wünsche der Bewerberin mehr Erfolg bei der nächsten Spontanbewerbung.

P.S.: Wie eine Präsentation persönlich und individuell gestaltet werden kann, zeigen wir Ihnen in unseren Workshops und Trainings. www.thomas-skipwith.com.

P.P.S.: Demnächst werde ich auf weitere Verbesserungsmöglichkeiten eingehen.

Schreck Keine Frage

Oh Schreck, keiner stellt eine Frage …

… oder besser zum Glück?

Die Situation haben vermutlich schon die meisten von uns erlebt. Die Präsentation ist zu Ende. Der Redner beendet seine Präsentation mit: “Gibt es noch Fragen?” Kurzer Blick in die Runde. Keine Reaktion. Der Redner fährt nach einer Sekunde fort: “Na, dann machen wir weiter mit dem nächsten Redner.” Oder: “Na, dann gehen wir zum Apéro über.”

Die einen Redner sind enttäuscht, dass keine Fragen aus dem Publikum gestellt werden. Sie denken das Publikum sei desinteressiert oder der eigene Vortrag sei langweilig gewesen. Die anderen Redner sind froh, dass keine Fragen kommen, denn sie haben Angst, dass sie die Antworten nicht kennen. Und damit schlecht aussehen würden.

Es kann viele Gründe geben, weshalb das Publikum keine Fragen stellt. Ein Grund, der aber am häufigsten vergessen geht, ist folgender: Das Publikum hatte nicht genügend Zeit, eine Frage zu formulieren. Sprich: von Empfang (zuhören) auf Sendung (Frage stellen) umzuschalten. Meine Erfahrung zeigt, dass ein Redner gut daran tut, bis zu 7 Sekunden zu warten, bis er die Möglichkeit abbricht, eine Frage stellen zu können. 7 Sekunden schweigen. Das sind gefühlte 2 Stunden. Das muss ein Redner erst mal aushalten. Viele im Publikum sind aber froh um diese Bedenkzeit.

Wer also Fragen aus dem Publikum haben möchte, sollte sich in Geduld üben. Wer keine Fragen möchte, sollte das Angebot gar nicht erst machen. Dann ist es immer noch besser zu sagen: “An dieser Stelle haben wir leider keine Zeit für Fragen. Lassen Sie uns gleich zum Apéro übergehen.”

Prost!

P.S.: Wer mehr Tipps und Tricks für seine Präsentationen sucht, findet sie z.B. im Buch “Die packende betriebsinterne Präsentation” von Thomas Skipwith. Bestellen bei www.descubris.ch oder www.amazon.de.