Manchmal ändert sich bei einer Präsentation der Wind schneller als das Wetter auf einem Berggipfel.
Du hast Dich sorgfältig vorbereitet. Deine Folien sitzen. Deine Botschaft ist klar. Und dann passiert etwas Unerwartetes:
- Dein Finanzchef stellt eine unangenehme Frage.
- Ein Mitglied der Geschäftsleitung beginnt eine ausufernde Diskussion.
- Das Publikum zeigt Widerstand oder Desinteresse.
Was kannst Du in solchen Momenten tun?
Vier Strategien für schwierige Situationen
1. Bereite Dich gut vor
Die beste Flexibilität beginnt mit einer soliden Vorbereitung. Überlege Dir im Voraus:
- Welche Fragen könnten kommen?
- Welche Einwände sind wahrscheinlich?
- Welche Punkte könnten kontrovers diskutiert werden?
Je besser Du diese Fragen im Vorfeld durchdenkst, desto ruhiger bleibst Du, wenn sie tatsächlich auftauchen.
2. Tausche Dich im Vorfeld mit Schlüsselpersonen aus
Bevor Du präsentierst, lohnt es sich, mit wichtigen Stakeholdern zu sprechen. Stelle sicher, dass diese Personen:
- Dein Vorhaben verstehen
- auf Deiner Seite stehen
- im Notfall für Dich Position beziehen
Ein kurzes Gespräch im Vorfeld kann Dir später viel Ärger ersparen.
3. Bleibe flexibel
Auch die beste Vorbereitung kann nicht jedes Szenario abdecken. Deshalb ist Flexibilität entscheidend.
Manchmal kommst Du auf einem anderen Weg trotzdem ans Ziel. Vielleicht musst Du:
- Deine Reihenfolge ändern
- Bestimmte Punkte kürzen oder weglassen
- Mehr Zeit für Diskussionen einplanen
- Deine Beispiele anpassen
Flexibilität bedeutet nicht, dass Du Dein Ziel aufgibst. Es bedeutet, dass Du bereit bist, den Weg dorthin anzupassen.
4. Übernimm wieder die Führung
Wenn die Diskussion aus dem Ruder läuft und Du das Zepter an die Gruppe verlierst, hilft ein klarer, ruhiger Interventionssatz. Zum Beispiel:
«Darf ich kurz? Ich beobachte, dass das Thema X die Gemüter beschäftigt. Soll ich mit meiner Präsentation fortfahren oder wollt ihr das Thema X ausdiskutieren? Oder das Thema X kommt auf die Agenda der nächsten Sitzung.»
Damit zeigst Du:
- Dass Du die Situation wahrnimmst
- Dass Du bereit bist, auf die Bedürfnisse des Publikums einzugehen
- Dass Du aber auch die Kontrolle über den Prozess behältst
Warum Flexibilität so wichtig ist
Präsentationen sind keine Einbahnstrasse. Sie sind ein Dialog zwischen Dir und Deinem Publikum.
Wer starr an seinem Plan festhält, riskiert:
- Dass sein Publikum abschaltet
- Dass wichtige Einwände nicht gehört werden
- Dass die Präsentation ihr Ziel verfehlt
Flexibilität hingegen ermöglicht es Dir:
- Auf die Bedürfnisse Deines Publikums einzugehen
- Widerstände frühzeitig zu erkennen und aufzulösen
- Deine Botschaft trotzdem klar zu vermitteln
Fazit
Bleibe flexibel – sonst landest Du im Bachtobel.
Eine gute Präsentation ist nicht die, die perfekt nach Plan läuft. Eine gute Präsentation ist die, die ihr Ziel erreicht – auch wenn der Wind sich dreht.
🎥 Zum Video: Tipp 32 – Flexibilität
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