Fussball als anschauliche Analogie
Ein meines Erachtens sehenswerter Redner ist Daniele Ganser, Friedensforscher und Historiker aus der Schweiz. Er schafft es immer wieder meine Aufmerksamkeit während fast 2 Stunden zu halten, obwohl die Inhalte schwer verdauliche Kost sind. Ich habe mich gefragt: „Wie macht er das?“ Die Erkenntnis aus dieser Analyse kann auch Deine nächste Präsentation viel einfacher verständlich machen.
Er arbeitet u.a. mit Analogien. Er vergleicht also einen Sachverhalt mit einem anderen. Den einen Sachverhalt, den wir noch nicht kennen, vergleicht er mit einem Sachverhalt, den wir bereits kennen. Und schon macht es beim Publikum „klick“. In diesem Beitrag will ich eine Analogie erwähnen, die er in seiner Vorlesung: „Regime-Change in der Ukraine?“ eingesetzt hat.
Daniele Ganser vergleicht einen Regimewechsel (regime change) mit dem Auswechseln eines Spielers beim Fußball. Jeder kennt das : Der Trainer, einer von außerhalb des Spiels, greift ins Spiel ein und hofft durch die Auswechslung, dass das Spiel anders verläuft. Natürlich, aus Sicht des Trainers, besser als vorher. Genauso ist es bei einem Regimewechsel: Jemand von außerhalb will einen der bisherigen Spieler, in diesem Fall den Regierungschef, auswechseln. Ebenfalls mit dem Ziel, dass die Resultate anders sein werden.
Analogien können natürlich für alle Themen eingesetzt werden: Technische Themen, Produktpräsentationen, Jahresabschlüsse etc.
Im folgenden YouTube-Video beginnt die Erklärung der Fussball-Analogie ab Minute 02:36 und dauert bis Minute 04:53.










Hat die SVP (Schweizerische Volkspartei) auch deshalb einen so großen Wähleranteil, weil deren Politiker so gut reden? Bestimmt war die Sprachgewalt eines Christoph Blochers nicht unwichtig, dass die SVP so viele Anhänger gefunden hat. Da Christoph Blocher in absehbarer Zeit ersetzt wird (möglicherweise durch Roger Köppel) scheint es mir besonders interessant, einige Exponenten der Partei genauer unter die Lupe zu nehmen.
Wir kennen die Bilder aus dem Fernsehen: Ein Schauspieler geht mit Tränen in den Augen zum Rednerpult, hält den goldenen „Oscar“ in der Hand und setzt zur Dankesrede an. Prompt zieht sich die bis dahin recht heitere Veranstaltung wie Kaugummi. Häufig dauern diese Reden eine gefühlte Ewigkeit. Kollegen, Familie, Tanten, Omas und alte Schulfreunde werden namentlich genannt und gegrüßt. Gähn!



