Armin Laschet gegen Friedrich Merz: Hier trennt sich die Redner-Spreu vom Weizen.

Armin Laschet wurde am 16. Januar 2021 zum Vorsitzenden der CDU Deutschland gewählt. Er hat sich gegen seinen Hauptkonkurrenten Friedrich Merz durchgesetzt. Aus rhetorischer Sicht wundert mich das keine Sekunde. Weshalb? Das erfährst Du in diesem Beitrag.

Armin Laschets Rede war um Welten besser als diejenige von Friedrich Merz. Ich vermute, dass sich Armin Laschet einen Coach für diese Rede genommen hat.

Wie beurteile ich die beiden Reden im Vergleich? Ich könnte locker 20 Punkte aufzählen, die mir bei Laschets Rede positiv aufgefallen sind. An dieser Stelle nur ein paar wenige.

Armin Laschet Friedrich Merz
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Wirklich gut: Armin Laschet macht viel Blickkontakt mit dem Publikum hinter der Kamera. Nicht optimal: Friedrich Merz schaut häufig zur Seite zu den Anwesenden im Saal statt in die Kamera.
Beide könnten noch freier reden, wenn sie einen (oder zwei) Teleprompter installiert hätten. So hat es Barak Obama immer wieder gemacht. Trotzdem geht der Punkt an Armin Laschet. Insbesondere, weil er den Schluss ohne Ablesen spricht.
Er benutzt die Geschichte seines Vaters im Untertagbau als Analogie dafür, was wirklich zählt: Vertrauen. Friedrich Merz braucht praktisch keine Geschichten und keine Analogien. In meinem Kopf entstehen deshalb keine Bilder. Diese wären aber wichtig. Die ganze Rede ist zu abstrakt, zu allgemein.
Die Kameraeinstellungen sind gut gewählt. An seiner Stelle hätte ich vorher und sicherlich nachher ein Wörtchen mit dem Bild-Regisseur gesprochen. Die Einstellungen waren durchwegs zu seinem Nachteil: Beispielsweise bekamen wir mehrmals gelangweilte Parteimitglieder zu sehen oder solche, die etwas anderes machten als interessiert zuzuhören.
Die Empfehlung ihn zu wählen hat Laschet geschickt in den Mund seines Vaters gelegt (14:08). Laschet zitiert: „Er [der Vater] hat gesagt: Sag den Leuten, sie können dir vertrauen.“  Das kommt viel besser an als: „Vertraut mir.“ Er spricht zwar in der Wir-Form, ich bin aber emotional nicht bei ihm.
Der Schluss ist der Höhepunkt der Rede: Armin Laschet stellt sich auf die Seite des Rednerpultes, zieht die Erkennungsmarke seines Vaters aus der Tasche und schafft so ein Bild für die Ewigkeit. Ausserdem hat er damit wunderbar den Kreis zum Beginn der Rede geschlossen. Friedrich Merz zeigt sich immer mehr oder weniger gleich. Es ergibt sich kein spezielles Fotosujet.

Fazit: Die Rede von Armin Lascht solltest du Dir unbedingt anschauen. Und zum Vergleich ein paar Minuten von derjenigen von Friedrich Merz. Feinstes Anschauungsmaterial.

Wenn auch Du online und offline Reden halten willst, die Dein Publikum emotional bewegen, dann ruf mich an. Ich unterstütze Dich gerne.

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Ich wünsche Dir viel Erfolg für Deine nächste Präsentation.

Thomas Skipwith

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Thomas Skipwith, Speaker, Trainer, Coach, Autor, Rhetorik-Europameister

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